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#RaifBadawi Frankfurt FDP-geht das?

Free #RaifBadawi B8B58oJIYAAENaE Das war heute das Thema zu dem zu einer kleinen Demo vor den Messeturm in Frankfurt aufgerufen wurde. 26 Menschen kamen und einige Reporter von der Bildzeitung, Evangelisch.de(Anne Kampf), FNP. dpa und JournalFrankfurt Da ich das Schicksal dieses Mannes als sehr symbolisch empfinde, wie Blogger kriminalisiert werden und in diesem Fall, sogar mit dem Leben bedroht, habe ich mich ebenfalls schon seit Wochen für sein Freikommen eingesetzt.

Nun standen wir im eisigen Wind und hielten die Plakate in die Höhe, gruppierten uns immer wieder neu, um dem Fischauge des Bildzeitungsreporters etwas zu bieten. Die FDP war diesmal der Gastgeber für diese Aktion. Sie haben einen Slogan: Sie bieten sich als Prügelknaben an Stelle von Badawi an. http://www.ruhrbarone.de/saudi-arabien-bayerischer-fdp-chef-bietet-sich-als-pruegelknabe-fuer-raif-badawi-an/99209 Das war auch der ursprüngliche Gedanke für die Aktion heute. Doch nun verstarb König Abdullah heute Nacht und die Gesamtsituation hat sich verändert. Darauf reagierte die FDP, in dem sie das Schreiben an den Generalkonsul abwandelte und zuerst kondolierte. Das empfand ich als gut. Es zeigt, dass man den anderen sieht. Der Brief wurde vorgelesen und von allen die wollten dann unterschrieben. Da es schon mehrere Aktionen gab, war die Liste gar nicht so klein. Und demnächst wird es in Berlin eine weitere Aktion geben. Wie durch ein Wunder kam, gerade als alles fertig war jemand vom Konsulat vorbei, der dann auch das Schreiben wirklich mit in den Messeturm nahm. Übergabe des Briefes an das GeneralkonsulatChristopher Gohl, der ja nun eher die Bundesebene vertritt, war Sprecher der kleinen Gruppe. Er beschreibt, wie Liberale in Saudi Arabien verfolgt werden.

Nun zu meinem eigentlichen Thema. Kann man denn da mitgehen, wenn man eigentlich gegen die Partei ist? Ich, die die FDP garantiert für viele Positionen ablehne (zum Beispiel beim Thema FES ganz aktuell hier in Frankfurt) und das auch twittere, die geht nun da mit und findet es ganz gut und gelungen. Wir erleben momentan ganz verschiedene Bündnisse. Pegida und Nopegida seien da nur mal Stichworte. Auf allen Ebenen der Gesellschaft verbünden sich Aktive zu einem Thema und erreichen durchaus einiges. Zum Beispiel mobilisieren sie Menschen in ungeahnter Menge. Wie sie sonst nur am Samstag zum Fußball gehen. Viele Fragen werfen sich auf:

Wieweit kann man mit jemandem mitgehen?

Gebe ich meine Standpunkte auf, wenn ich etwas unterschreibe, was ich anders formuliert hätte?

Kann nur noch so formuliert werden, dass eigentlich alle unterschreiben können? Akzeptieren denn die anderen, dass man nur punktuell dazu gehört?

Wie kann eine Organisationsaufgabe erledigt werden, ohne, dass eine Privatperson alles finanziert?

Hier ist aus einem ganz anderen Bereich, dem Internationalen Management der Uni Erlangen von Herrn Prof. Dr. Dirk Holtbrügge eine kurze Arbeit über neue Organisationsformen. Die Arbeit erläutert, warum die bisherige Struktur von Organisationen, das beziehe ich auf Parteien ebenso wie auf Gewerkschaften oder Kirchen auch wenn er auf Unternehmen abzielte, nicht mehr zum gewünschten Erfolg führen. Ein Auszug:

„Eine zweite Ursache für die Dysfunktionalität der Hierarchie zur Bewältigung der gestiegenen organisatorischen Anforderungen ist die zunehmende Professionalisierung der Mitarbeiter. Mitarbeiter mit höherer Qualifikation stellen höhere Anforderungen
an ihre Tätigkeit, die innerhalb ausgeprägter Hierarchien nicht mehr angemessen befriedigt werden können.“
Das ist alles nichts wirklich neues. Doch sind wir im Bürgerengagement ja nicht weiter gekommen. Gerade die Nopegida-Bewegung oder davor Blockupy zeigen ja, wie die Beharrung auf dem eigenen Standpunkt Bündnisse vernichtet. Ehe dieser oder jener Punkt nicht geklärt ist, können wir nicht zusammen arbeiten, auch nicht punktuell.
Was für Stunden und Tage mit Diskussionen verbraucht werden, um sich gegenseitig auseinanderzusetzen, wie uneinig man sich ist. Unfassbare Energieverschwendung von Menschen, die wohl ein persönliches EGO-Ziel haben.
In dem oben verlinkten PDF kann man verschiedene Formen von Organisationsmodellen kennenlernen und sich heraussuchen,  welches für einen das angenehmste ist. Und vielleicht dann weiterentwickeln, wie man es denn für sich zur Zeit gerne hätte.
Einfach weiterdenken an dieser Frage und sich öffnen für die, die an einem Punkt dasselbe möchten, an anderen Punkten aber nicht.
Für mich hat das heute mit der FDP gut geklappt.
Ich werde es demnächst ganz offen wieder versuchen mit einer anderen Organisation oder einem Bündnis, dem ich nicht angehöre.
Übrigens: Wie war es mit der Polizei?
Sie rief an und erkundigte sich, wie viele da wären. Das wars. So geht es auch.
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Wollnachthemden und Google

Hallo liebe Leut,

es wird kälter und ich werd älter. 😉

Und da ich mich gerne einmummele, suchte ich nach Wollnachthemden.

Das war hart.

Google wirft nur die Bestplatzierten aus und auch Ixquick und bing waren nicht wirklich hilfreich.

Ich habe bei Amazon.de + .com gesucht  und  dabei gefunden die zwei Artikel von der Firma Engel und  Hess Natur.

Das von Engel habe ich mir dann gekauft und bin im Großen und  Ganzen zufrieden, doch so richtig warm ist es nicht.

Hess Natur hat eine ähnlich dünne Wolle/Seide-Mischung.

Dann ließ ich mich auf einen erneute Suche ein, spielte mit den Suchwörtern rum und fand nach langem Klicken auf der x-ten Seite bei Google den Versand  Wohl Wollen.

Gottfried Graupner stellt da die Waren vor, die er vertreibt.

Da er nach einer an Nachhaltigkeit orientierten Lebensweise lebt, ist der Internetauftritt nur authentisch. Sprich schlicht.

Da ich seine Wollwaren möchte ist mir das recht.

So bittet er:

Bitte nehmen Sie mit mir telefonisch Kontakt auf.

Ggf. nimmt mein Anrufbeantworter Ihre Nachricht entgegen.

Tel. (03 44 66) 71 289

Sogleich probierte ich das Angebot aus und sprach mit dem AB. Eben rief Herr Graupner zurück und wir hatten eine nette Zeit.

Also: Es gibt doch dicke Wollnachthemden, wenn man nur lang genug sucht.

Damit sich andere nicht so schwer tun, verlinke ich seine Seite mit meinem Blog und hoffe für ihn Werbung zu machen.

Wer möchte, darf das gerne auch tun.

Vielleicht hat die ganze Sucherei nun doch einen tieferen Sinn bekommen.

Wenn wir gute Links verlinken, dann muss auch Google irgendwann diese Links wahrnehmen. Es ist schließlich nur eine Maschine.

Hier kommt nun ein Link zu der Frage, wie pflege ich denn meine Wolle mit Lanolin, dem Wollfett.

Na geht doch, wenn es auch die personalisierte Suche für mich ist, war nach 4 Minuten der Link zu finden:

Na, da bin ich mal schnell auf die erste Seite gekommen.

 

UmFAIRteilen

Der Titel heute für die Veranstaltungen in insgesamt 40 Städten heute.

Es ging immer wieder um die Schulden, die uns entstehen, durch die Übernahme der Schulden, die die Banken auslösten. (Anmerkung aus Twitter: Die Schulden wurden nicht  von den Banken verursacht, sondern von Politikern die Darlehen der Banken als Geschenke unters Volk brachten.) Siehst Du das auch so??? Hier ein Link zu einem FAZ-Artikel

Diesen 500. bekamen wir alle um Krach zu machen, denn gefaltet und geschlagen knallt es. Der Direktor der Caritas des Bistum Limburg, Dr. Hejo Manderscheid hielt eine viel zu lange Rede und erzählte, was wir schon alle wissen und weswegen wir doch kamen. WARUM tut er das? Das nimmt die Menschen nicht ernst. Dazu fand ich einige Aspekte in der Rede fragwürdig. Vielleicht ist er ja der Meinung, doch er hat es so ausgedrückt, als wäre es so. Das regte mich nun wieder auf, denn würde er es als seine Meinung darstellen, könnte ich mir überlegen, wie ich das finde. So erzeugte er nur Abwehr.

Auf der Rückseite das Motto von heute.

Nur der Narr hält diese Gesellschaft noch aus. Wir werden ihn noch einmal später sehen.

Die Verdischlange

„Alles Blech“ heizte mehr ein, als die Stimmung untereinander hergab. Ganz ganz gut!

Ganz anderes Publikum als bei den Occupy-Demos? Nicht ganz anders-aber andere Organisationen riefen auf. Es war mehr und bessere Ausstattung, als Occupy je aufbringen konnte. Ordner und „ausgewiesene Backstage“ regelten dezent den Lauf der Menschen. Aber gute Stimmung war nicht. Warum? Dazu komme ich noch weiter hinten.

Ja, da ging es auch in der Abschlussrede drum. Und auch in einem Lied von Konstantin Wecker(Virus). Ohne Anzughosen sehen die Männer, die uns den Kummer gebracht haben nicht besonders gut aus. Der Gedanke wurde geäußert, die mal mit einem Euro am Tag auskommen zu lassen.

Klar, wogegen der Zorn sich richtet.

Und welche Befürchtungen das auslöst.

Das Wort Generalstreik war zu hören und auch Klassenkampf wurde durch die SDAJ auf erstaunliche Weise installiert. Blitzschnell war das Transparent an dieser schwierigen Stelle oben.

Unbedingt erwähnt werden müssen diese tapferen Kämpfer. Sie wollen ihre Arbeitsplätze zurück. MAREDO

Und da besprechen sich die beiden Künstler vor dem Auftritt und sie warten, denn wieder hört der Redner nicht auf zu reden.

Auf dem Denkmal entsteht ein Nebenschauplatz. Durchaus angebracht bei dem Thema. Überall wird auf unsere Kosten Kasperle-Theater gespielt. Das könnte der Narr ausdrücken.

Und dann sprach nach einer Performance der Französischen Gruppe Klee (warum die?) der große Vorsitzende Bsirske. Und alles was er sagte war gut, doch da er nicht aufhörte, Menschen vor der Bühne und auf der Bühne nicht ernst nahm, wurden seine Worte als nicht authentisch erlebt. Eine vertane Chance. Meine Güte, wann lernt ihr es denn endlich? So kann man die Leute nicht mehr ansprechen. Und dazu noch Klatscher(siehe oben) verteilen. Grausig!!! Das kann Occupy besser. Aktive Zuhörer und klare Orientierung auf die, die zuhören und nicht auf die Medien, die zur Hälfte die Bühne füllen.

Ganz hervorragend hat mir dieses Bild gefallen. Natürlich wollte die Gebärdenübersetzerin nicht das ausdrücken, was ich eben beschrieben habe. Doch so, wie man es sehen kann war es.

Derweilen enstand ein eigenes Theater auf dem Denkmal und später wurde auch noch ein Plakat enthüllt. Kann man die Kasperlepuppen erkennen?

Und dann kam Konstantin Wecker und sprühte die schlechte Laune einfach weg. Das Lächeln von Frau Merkel besang er wie Absurdistan als Ausdruck für die Verhältnisse in unserem Land und Empört Euch! Mit einem Musiker gab es eine Percussion-Einlage. Das hat mir wirklich gut getan und auch gefallen. Er hält mich nicht für zu doof, sondern nimmt mich mit auf die Reise durch seine Gedanken und ich kann es dann selber bewerten. So finde ich das Herangehen richtig.

Ein iPad-Selbstversuch als Testleserin


Eine meiner Tageszeitungen, die FNP möchte für sich klären, ob sie in den Markt einsteigen soll, der sich durch die Einfùhrung des iPads entwickelt hat. In Frankfurt werden ca 12 Prozent der Zugriffe auf das Internet von einem iPad gemacht. Entsteht da ein Markt, den die örtliche Presse nicht verschlafen darf?
Die Frankfurter Neue Presse jedenfalls hat sich diesen Test etwas kosten lassen. Wir als TestleserInnen werden betreut und bekommen die nagelneuen iPads der neusten Ausgabe zur Verfügung gestellt bei lediglich sechs Umfragen in drei Monaten. Alles sehr benutzerfreundlich angelegt.
Dabei sind sich die „Zeitungsmacher“gar nicht sicher, wie dieses Experiment ausgehen wird und ob es diese App wirklich einmal geben wird.
Kaum war ich zu Hause mit dem neuen „Spielzeug“, legte ich los. Es ist wirklich intuitiv zu bedienen. Fragen lassen sich durch rumprobieren klären. Wo sind die Umlaute versteckt und wie aktiviert man sie, zum Beispiel. Ein Prozentzeichen habe ich noch nicht entdeckt. Doch wird sich alles finden lassen. Kein langes Lesen von Handbüchern. Loslegen und versuchen-wie diesen Text-was denn alles geht.
Was ich jetzt schon sagen kann ist, das es sich anders liest in der Zeitung.
Ausgewählte Artikel erscheinen in etwas anderer Form auf dem Bildschirm und sind mehr im Fokus, weil allein auf dem Bildschirm. Womöglich verändert es die Sichtweise auf die Zeitung, weil die Artikel herausgehoben werden. Spielerisches Herangehen fällt mir dazu ein. Man wird belohnt durch das Anklicken des Artikels und er öffnet sich einem in neuer Weise. Ich werde beobachten, was das mit mir macht und ob ich das so gut finde.
Gut fand ich natürlich, dass ich aus über 1100 Bewerbern ausgewählt wurde. Überhaupt waren viele nette Menschen in der Testgruppe.
Leider frisst dieses neue Gerät am Anfang viel Zeit. Noch gebe ich sie gerne. Sicher bin ich mir nicht, ob ich ein iPad wirklich in meinen Alltag integrieren möchte. Dazu dient dieser Test aus meiner Sicht.

Bildereindrücke von der Blockupy-Demo am 19. Mai 2012

Sehen kann man die wunderschönen Plakate, einen Eindruck von der Menge der Menschen, wie die Polizei den Zug umrahmte und wie sie am Ende der volksfestartigen Abschlusskundgebung rumstanden und noch ein Mal einen völlig erschöpften Jan, der alles gegeben hat und dem ich hier stellvertretend für alle anderen einen herzlichen Dank ausspreche. Das hast Du gut gemacht. Das habt ihr gut gemacht!!

Alle Fotos cc by Wedernoch

Volles Haus – zusammen mit Occupy-Frankfurt, Occupy-Money und Blockupy

Occupy am 1. Mai

Am 1. Mai hatte das Café Karussell zu einem Treffen mit Occupy eingeladen. Das Café war voll und über die zweieinhalb Stunden blieben die hohe Konzentration und Teilnahme der Besucher auf die drei Referenten ungebrochen. Das zeigt doch, wie dieses Thema allen unter die Haut geht. Dieser Nachmittag war beeindruckend.

Erik sprach für Occupy-Frankfurt, Hajo für Occupy-Money und Thomas für Blockupy. Vorneweg, alle drei hätten viel länger und mehr sagen, beantworten und erklären können. So hatten die Teilnehmer schon genug damit zu tun, die vielen Informationen aufzunehmen. Angesprochen wurde aus dem Publikum die erlebte Unfähigkeit, die Fragen nicht mehr allein beantworten zu können und dadurch ein Gefühl der Hilflosigkeit. Auch diese Stunden rissen mehr an Themen an, als sie klären konnten. Doch sah man auch, wie sie bearbeitet werden könnten, wen man fragen kann, um weiter zu kommen und wie es denn mit denen ist, die zu Occupy gehören.

Erik startete mit einer Einführung zu Occupy-Frankfurt und dem Camp.

Gerade am 1. Mai war der 200. Tag des Camps in Frankfurt. Es ist ein Ausdruck des Willens und der Stärke derjenigen, die etwas verändern wollen am System. Symbolisch soll das Camp zeigen: Wir füllen die öffentliche Plätze bis die Gesellschaft wieder Politik für die Menschen macht. Und wir stellen die 99% der Menschen da, denen eben nicht das Kapital gehört.

Michael vom Café fragte dann: Ihr lebt dort eine alternative Lebensform?

Erik: Ich sehe da drei Punkte:

Das Wissen über all die Fragen zum Finanzsektor/mögliche Lösungen muss weit verbreitet werden, denn zur Zeit können nur noch Experten die Lage überblicken und gerade diese Experten haben uns ja in die Krise geführt.

Wir möchten aufklären und stellen keine Forderungen. Das Camp ist eine angemeldete Mahnwache. Eine Spezialität im deutschen Recht. Das Camp ist strukturarm. Das bedeutet, dass nur dann was geschieht, wenn es der/die selber tut. Der Eigenanteil, das Eigenengagement wird von jeder/m selber gestaltet. Und dies fällt unterschiedlich aus. Es werden daraus eigene Ideen entwickelt, die drei Prinzipien entsprechen sollen.

1) Nur bei friedlichem Protest hören alle zu

2) Wir sind offen für alle Argumente und Menschen(außer Neonazis und Rechtsradikale)

3) Transparenz in der Arbeit

Das soll heißen, dass man Wissen nicht zu Macht gebraucht, sondern nach bestem Wissen und Gewissen als umfassende Wahrheit weitergibt.

Das Camp ist ein Ort, die bei uns sonst fehlen, an dem man sich was neues anhören kann, wo man sich politisieren kann. Occupy ist keine Bewegung, die es bisher gegeben hat. Das sich Zuhören dauert eben-dafür verstehen alle.

Frage aus dem Publikum:

Warum konzentriert ihr euch nicht auf die Parteien?

Antwort: Wir wollen Personen und keine Parteien um neue Ansätze zu suchen und Lösungen aufzuzeigen. Projektbezogen gibt es Zusammenarbeit mit NGO´s und DGB,..

Weitere Frage:

Und gibt es Banker, die „euch mögen“.

Antwort: Es gibt „Banker“, die uns zum Glück  mit ihrem Wissen helfen.

Hallo Erik-ich hoffe, dass die Zusammenfassung ok ist?

Nun zu Hajos Teil, der seine Ideen über Occupy-Money einführte mit seiner Wut über diese Finanzkrise.

Der Name leitet sich ab von dem Buch von Frau Professor Kennedy: Occupy-Money und das Motto ist:  Geld soll der Gesellschaft dienen.

Hajo ist ehrenamtlich sehr engagiert in Frankfurt. „Ich leide unter der öffentlichen Verarmung.“

Es gäbe zu wenig Kompetenz in den Parteien und er sähe da auch keinen Willen etwas grundlegend zu verändern. Den Weg durch das Camp kann er auch nicht gehen, denn seiner Ansicht nach dauert dieses pädagogische Projekt Camp zu lange und die nächste Finanzkrise wird existentieller sein als bisher. Daher sollten wir gut vorbereitet sein. Im Camp fehlt ihm das bewusste Herangehen.

Plan A) Wir schaffen es, vorher das System zu reformieren

Plan B) Wir schaffen das nicht und müssen möglichst organisiert durch die Krise kommen und neu beginnen

Er geht davon aus, dass die Angestellten im Finanzsektor Angst und zu einem hohen Grad innerlich gekündigt haben. Da er ihnen keine Alternativarbeitsplätze anbieten kann, möchte er Strukturen schaffen, wo sie ihr Wissen in die Bewegung einbringen können ohne sich „outen“ zu müssen. Damit soll die Aufklärung der Menschen forciert werden.

Ganz wichtig ist Hajo die Verantwortung gegenüber der Stadt Frankfurt.  War bisher der Eindruck vorherrschend, dass die Banken gut für die Stadt sind, so kann sich das im Rahmen der kommenden Krise in das Gegenteil verdrehen. Und für diesen Fall sollten sich alle gut vorbereiten. Er sieht stark sinkende Einnahmen und große Arbeitsplatzverluste. Wir müssen öffentliche Alternativen aufbauen. Dazu gibt es gelebte Alternativen, wie in der Schweiz.

Der dritte Abschnitt beschäftigte sich damit, dass der ESM ein Direktorium hat ohne demokratische Legitimation aber mit Macht auf Staatshaushalte. Gegen diesen Abbau demokratischer Strukturen möchte er etwas operativ dagegensetzen. Die Vernetzung der guten Ansätze einiger Bewegungen ist zu gering. „So kann Ackermann über uns lachen und wir werden nicht ernstgenommen.“ Während die Linken noch über Kapital und Arbeit streiten, hat sich der Finanzsektor eigenständig entwickelt.“

Er verweist auf die 12 Thesen(unter Finanzmarktthesen) von Professor Helge Peukert, der beschreibt, wie veraltet in den Parteien die Finanzmarkttheorie ist.

Occupy-Money hat sich als Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet und ist kraftvoll gestartet. Unter Occupymoney.de kann man sich zu den Arbeitsgruppen anmelden und weiter informieren.

Thomas sieht in Occupy die erste Bewegung, die global etwas verändern kann. Er stellte die Organisation Blockupy vor.

Was das Bedeutendste (aus meiner Sicht) ist ist, dass sich in diesem Projekt die Linken nicht wieder aufspalten und mit den anderen zusammenarbeiten. Das hat es so in der Geschichte zumindest Deutschlands noch nicht gegeben. Das schreibt selber Geschichte. 400 Delegierte trafen sich im Februar in Frankfurt und beschlossen die Organisation von Blockupy jetzt im Mai. Block kommt von G8 und Nato und (occ)upy bleibt vom Besetzen übrig.

Es wird am 16. einen Informand geben vor der EZB. So ein Infostand wurde auch bisher schon immer zur Neu-Festsetzung der Leitzinsen einmal im Monat durchgeführt.

Am 17. Mai gibt es die Besetzung öffentlicher Plätze mit einem bunten Programm.

Am 18. wird die EZB an allen Eingängen mit zivilem Ungehorsam blockiert und alle guten Ideen sollen umgesetzt werden, wie die Lahmlegung aller Institutionen des Finanzsektors und der ausführenden Organisationen.

Am 19. Mai ist eine internationale Demo. Der weiteste Bus reist aus TUNIS an.

Die Themen auf der Demo werden sein: Die Politik der EZB in der Troika

Kritik an der Politik

Das entdemokratisierte Europa

Die Augen der Welt werden an diesem Tag auf Frankfurt gerichtet sein.

Es gab noch eine Diskussion, die erst aufhörte, als das Café schloss.

Vielen Dank für diese tolle Veranstaltung an alle Beteiligten.

Und noch einmal: Wenn wir auf das Gemeinsame sehen und nicht das Trennende in den Vordergrund stellen, werden wir zusammen weiterkommen.

Occupy-Frankfurt-Demo heute am 21.4. #frisch gebloggt

*Occupy-Frankfurt* hatte heute zur Demo aufgerufen
Das war mutig angesichts des schlechten Wetters und der anderen Demos in der Stadt.
Man kann sagen: Es ist richtig was los in Frankfurt

Wir waren nicht wirklich viele heute, doch Wolf (siehe Foto) hat die Stimmung vom LKW gut moderiert. Dabei sind die Lautsprecher im Wasser der Planen abgesoffen. Trotzdem machte er gute Laune und diese kleine Demo zu einem Erfolg.
Natürlich nicht er alleine. Jede/r die/der kam war sehr wichtig und die RednerInnen ebenfalls.
Es ist international – bunt, wie die Menschen eben sind- und über die Inhalte könnt ihr auf den Fotos weiterforschen.
An großen Plätzen machten wir einen Stopp und es gab ein paar Worte. Berichtet wurde u.a. von den kleinen Opfern, den Rentnern, die sich zur Zeit in Griechenland und Italien aus Verzweiflung das Leben nehmen um ihren Kindern nicht zur Last zu fallen. Noch können wir uns das so nicht vorstellen. Gerne würde ich allen wieder Hoffnung geben, doch….. Das sie erwähnt werden hier finde ich gut. Unsere Medien bieten uns diese Dinge nicht. Wir hören dieser Tage nur was über die FDP. Als ob es nichts bedeutenderes gäbe.
Mir ist eines noch wichtig und ich weiß nicht, ob ich es wirklich gut ausdrücken kann. Jede/r einzelne war dort aus seiner eigenen Motivation. Und so hat Wolf mal was gesagt, was mir nicht über die Lippen käme. Doch wichtig sollte sein, was uns verbindet. Daraus eine Kernzelle der Weiterentwicklung machen, könnte die Aufgabe für uns sein.
Leider war dieser Gedanke nicht bei allen präsent. Gut, wir sind nicht weiter als wir es sind. Es ist auch so schwierig.

Die Polizei war heute ok. Sehr viele nette junge Frauen und Männer auf Motorrädern begleiteten uns. Es war also kein schwarzer Kampfanzugtrupp um uns paar Leutchen herum. Ich empfand sie als hilfreich bei dem Zug durch den Verkehr.
Ein paar rechte Säufer hielten sich auch etwas zurück, als die Polizei hinter ihnen auftauchte. Deeskalierend.

Ich drücke allen TeilnehmerInnen die Daumen für die weitere Entwicklung und wünsche Ihnen das Durchhaltevermögen sich vom schier unendlichen Widerstand der anders Interessierten nicht abbringen zu lassen.
Ich bleibe dabei, das ist sicher.

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