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Wollnachthemden und Google

Hallo liebe Leut,

es wird kälter und ich werd älter. 😉

Und da ich mich gerne einmummele, suchte ich nach Wollnachthemden.

Das war hart.

Google wirft nur die Bestplatzierten aus und auch Ixquick und bing waren nicht wirklich hilfreich.

Ich habe bei Amazon.de + .com gesucht  und  dabei gefunden die zwei Artikel von der Firma Engel und  Hess Natur.

Das von Engel habe ich mir dann gekauft und bin im Großen und  Ganzen zufrieden, doch so richtig warm ist es nicht.

Hess Natur hat eine ähnlich dünne Wolle/Seide-Mischung.

Dann ließ ich mich auf einen erneute Suche ein, spielte mit den Suchwörtern rum und fand nach langem Klicken auf der x-ten Seite bei Google den Versand  Wohl Wollen.

Gottfried Graupner stellt da die Waren vor, die er vertreibt.

Da er nach einer an Nachhaltigkeit orientierten Lebensweise lebt, ist der Internetauftritt nur authentisch. Sprich schlicht.

Da ich seine Wollwaren möchte ist mir das recht.

So bittet er:

Bitte nehmen Sie mit mir telefonisch Kontakt auf.

Ggf. nimmt mein Anrufbeantworter Ihre Nachricht entgegen.

Tel. (03 44 66) 71 289

Sogleich probierte ich das Angebot aus und sprach mit dem AB. Eben rief Herr Graupner zurück und wir hatten eine nette Zeit.

Also: Es gibt doch dicke Wollnachthemden, wenn man nur lang genug sucht.

Damit sich andere nicht so schwer tun, verlinke ich seine Seite mit meinem Blog und hoffe für ihn Werbung zu machen.

Wer möchte, darf das gerne auch tun.

Vielleicht hat die ganze Sucherei nun doch einen tieferen Sinn bekommen.

Wenn wir gute Links verlinken, dann muss auch Google irgendwann diese Links wahrnehmen. Es ist schließlich nur eine Maschine.

Hier kommt nun ein Link zu der Frage, wie pflege ich denn meine Wolle mit Lanolin, dem Wollfett.

Na geht doch, wenn es auch die personalisierte Suche für mich ist, war nach 4 Minuten der Link zu finden:

Na, da bin ich mal schnell auf die erste Seite gekommen.

 

Occupy-Frankfurt-Demo heute am 21.4. #frisch gebloggt

*Occupy-Frankfurt* hatte heute zur Demo aufgerufen
Das war mutig angesichts des schlechten Wetters und der anderen Demos in der Stadt.
Man kann sagen: Es ist richtig was los in Frankfurt

Wir waren nicht wirklich viele heute, doch Wolf (siehe Foto) hat die Stimmung vom LKW gut moderiert. Dabei sind die Lautsprecher im Wasser der Planen abgesoffen. Trotzdem machte er gute Laune und diese kleine Demo zu einem Erfolg.
Natürlich nicht er alleine. Jede/r die/der kam war sehr wichtig und die RednerInnen ebenfalls.
Es ist international – bunt, wie die Menschen eben sind- und über die Inhalte könnt ihr auf den Fotos weiterforschen.
An großen Plätzen machten wir einen Stopp und es gab ein paar Worte. Berichtet wurde u.a. von den kleinen Opfern, den Rentnern, die sich zur Zeit in Griechenland und Italien aus Verzweiflung das Leben nehmen um ihren Kindern nicht zur Last zu fallen. Noch können wir uns das so nicht vorstellen. Gerne würde ich allen wieder Hoffnung geben, doch….. Das sie erwähnt werden hier finde ich gut. Unsere Medien bieten uns diese Dinge nicht. Wir hören dieser Tage nur was über die FDP. Als ob es nichts bedeutenderes gäbe.
Mir ist eines noch wichtig und ich weiß nicht, ob ich es wirklich gut ausdrücken kann. Jede/r einzelne war dort aus seiner eigenen Motivation. Und so hat Wolf mal was gesagt, was mir nicht über die Lippen käme. Doch wichtig sollte sein, was uns verbindet. Daraus eine Kernzelle der Weiterentwicklung machen, könnte die Aufgabe für uns sein.
Leider war dieser Gedanke nicht bei allen präsent. Gut, wir sind nicht weiter als wir es sind. Es ist auch so schwierig.

Die Polizei war heute ok. Sehr viele nette junge Frauen und Männer auf Motorrädern begleiteten uns. Es war also kein schwarzer Kampfanzugtrupp um uns paar Leutchen herum. Ich empfand sie als hilfreich bei dem Zug durch den Verkehr.
Ein paar rechte Säufer hielten sich auch etwas zurück, als die Polizei hinter ihnen auftauchte. Deeskalierend.

Ich drücke allen TeilnehmerInnen die Daumen für die weitere Entwicklung und wünsche Ihnen das Durchhaltevermögen sich vom schier unendlichen Widerstand der anders Interessierten nicht abbringen zu lassen.
Ich bleibe dabei, das ist sicher.

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Blockupy auf der Hauptwache 13. 4. 2012

Heute war die Pressekonferenz von Blockupy an der Hauptwache.
Selbst Schauzelte durften nicht aufgestellt werden.
Es war aber genau wie immer sehr friedlich.
Interessant ist das Bündnis, das es diesmal schafft sich an einen Tisch zu setzen.

+BLOCKUPY FRANKFURT , das sind Gruppen und Aktivist_innen aus der Occupy-Bewegung, den Erwerbsloseninitiativen und Krisenbündnissen, Gewerkschafter_innen, Attac-Aktivist_innen, aus der Umwelt- und Friedensbewegung, antirassistischen und migrantischen, antifaschistischen Initiativen, Gruppen und Organisationen der radikalen Linken, Jugend- und Studierendenorganisationen, Aktivist_innen der verschiedensten lokalen Kämpfe, linker Parteien.

Es waren wieder einmal „nur“ Männer und eine dementsprechende Diskussionskultur – aber so ist es eben. Wir sind noch nicht weiter.
Zumindest als Bodenposter kam Deutschlands Rolle in der Waffenproduktion und dem Waffenhandel vor. Meine Sorge, dass dieser Wahnsinn auch noch radioaktiv ummantelt nicht aufhört, ist eben sehr groß. Und es ist eine Folge unseres aus der Kontrolle geratenen Systems.

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Neue Geldordnung? Ein Abend mit Occupy-Money in Frankfurt

Ist das nicht zu kompliziert? Was kann ich schon über  das Geldsystem nachdenken, wenn ich den ganzen Quatsch nicht richtig verstehe?

Und dann bebildert Samirah Kenawi die Entwicklung der Geldwirtschaft so begreifbar, wie ich es vorher nicht gehört habe. Nach der Hälfte des Vortrages verstehe ich, wieso unser System sich so entwickelt hat und sehe mich bestätigt, dass die Wirtschaftsmänner in der Regel konservative Denker und Werker sind, denn sie haften an den Vorstellungen des Mittelalters fest.

Nach der zweiten Hälfte habe ich gehört, wieso das Kreditsystem und nicht die Münzprägung von damals überlebt hat und wie der Staat seit 1967 sich für die Aufrechterhaltung dieses unsinnigen Systems zur Verfügung stellt, damit Mehrwert/Profit weiter angehäuft werden können. Oder auch, dass die „Profite“ erst die Verschuldung erzwingen.

Wow, das war gar nicht so schwer.

Und nun ist die Frage, was macht man damit?

Einmal ist da die Vorstellung, dass die Finanzblase mal anders platzt als bisher. Die Banken dann nicht mehr auszahlen und wir für eine Weile ziemlich doof dastehen, weil unsere Versorgung nicht mehr zu organisieren ist. Das wurde diskutiert. Wird es dazu kommen? Was könnte man in diesem Falle tun? Sind Tauschsysteme, die hier und dort entstehen ein Weg uns zumindest durch diese Zeit zu bringen und uns zu solidarisieren?

Wie kann die Zukunft aussehen, wenn es so wie bisher weiterläuft? Werden neofeudale Strukturen entstehen mit Leibeigenschaften, wie es sie heute ja schon gibt?

Das sind nur einzelne Aspekte, die mir eben von diesem Abend wichtig waren und für die es keine fertigen Antworten geben kann, denn allein die Erfassung der komplexen Fragen dauert einfach länger.

Um an diesen Punkten weiterzuarbeiten hat Occupy-Money zum nächsten Treffen geladen. Es ist am 16. April 2012. Auf der Webseite kann man den Ort und alles weitere nachlesen:

http://www.occupymoney.de/

Diese Veranstaltung wird in den Sommer verlegt wegen der Umbruchsituation hier in Frankfurt

Die nächste Veranstaltung ist im Dominikanerkloster:

Finanzplatz Frankfurt – Bedrohung oder Chance?

Podiumsdidskussion mit den kommunalen Parteien nach der OB-Wahl

Termin: 23.04.2012 um 19 Uhr

Der letzte Satz ist das, was Hajo Köhn dann in die Runde gab: Sich um die Gemeinsamkeiten zu bemühen und nicht immer und immer wieder das Trennende hervorzuheben.

 

Eine Ehrung

„Ohne Geld ist Ehre nur eine Krankheit“

das ist von Jean Racine. Ein Mann, dem das Leben in seiner Jugend wirklich übel mitspielte.

Ich für mich kann in meinem Fall nur sagen. Ja, endlich bekomme ich eine Art der Anerkennung. Ich wusste vorher gar nicht, dass es so etwas gibt. Ich bekomme zwar kein Geld, doch eben Ehre, Anerkennung und das über ein Jahr.

Die Leseförderung ist eines meiner Engagements, daneben die Arthrose-Selbsthilfegruppe in Frankfurt. Vorher gab es andere Themen, die mich aktiv werden ließen. Und das ist alles gar nichts besonderes für viele Menschen in meinem Umfeld. Manchmal habe ich den Eindruck alle sind sozial engagiert.

Wer dieses Blog länger verfolgt hat, kennt die Auseinandersetzungen mit Institutionen, wo sich das Ehrenamt mit den Strukturen reibt. Und natürlich den zwingenden Schluss in der Schule mit dem Zurücklassen einer großen Aufbauarbeit. Sabine Dinges hat diese Probleme für das Ehrenamt in Altenheimen untersucht.

Wie so oft im Leben ergeben sich aus dem freiwerdenden Raum neue Möglichkeiten und Weiterentwicklungen. Man fällt mitunter die Treppe rauf. Das ist mir geschehen, wenn auch nach etlichen Stunden der Verarbeitungsqualen. Dafür konnte ich mich wieder öffnen und das Vergangene abschließen. Narben bleiben und halten die Einsicht wach, sich nie wieder auf solche Hierarchie, wie Schule sie darstellt einzulassen.

Na gut, jetzt wurde ich nominiert für die BürgerAkademie der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt. Hier gibt es einen Einblick. Nicht erschrecken, dass ist das Foto beim festlichen Aufnahmeakt. Und da bin ich noch gar nicht drauf, denn unsere Aufnahme ist erst am 6.März 2012. Getroffen haben wir uns schon und ich war bald nicht mehr skeptisch, sondern begeistert. Die anderen TeilnehmerInnen sind mindestens genauso aktiv. Aus allen Sparten der sozialen Organisationen kommen sie  und sind aus fast allen Altersstufen mit den unterschiedlichsten Hautfarben. Ein gemischtes Team. Sportjugend, Feuerwehr, kirchliche Arbeit, Stadtteilhilfe,…Alles, was man sich vorstellen kann.

Und ohne Konkurrenz um Gelder oder sonstige Zuwendungen können wir uns in einem sehr edlen Rahmen miteinander vernetzen. Darauf kommt es in Zukunft wohl an. Wir werden stärker, wenn wir die Möglichkeiten des Ehrenamtes besser nutzen. Und dafür müssen wir uns kennen. Dazu gibt es für Ehrenamtliche gut verwendbare Fortbildungseinheiten. (Rhetorik, Finanzen, Teambuilding,..) Wir können auch ein kleines Projekt durchführen, um sozusagen mit Unterstützung ein kleines Erfolgserlebnis zu erarbeiten mit den neuen Möglichkeiten, die uns Coaches näher bringen. Super bedacht ist die Zeit zwischen den Einheiten, denn da gibt es lange Pausen, um im Gespräch sofort mit der Vernetzung zu beginnen. Das erste Treffen hat schon gezeigt, dass dieses Jahr richtig was voranbringt.

Nun sind wir da nicht nur zum Arbeiten, denn das tun die Meisten sowieso zuviel, nein wir werden auch verwöhnt. Es wird uns ein wunderbarer Rahmen zur Verfügung gestellt, der den Abend, die Tage zu etwas besonderem werden lassen. Spa fehlt noch 🙂

Ich freue mich über die Nominierung, auf die man selber keinen Einfluss hat und die vielen tollen Menschen, in deren Leben ich nun Einblicke bekommen werde. Und als Informationsbroker à la Peter Kruse (siehe vorherigen Post) fühle ich mich in meinem Element.

Ja, ich nehme die Auszeichnung an und freue mich über diese Stiftung und deren gute Idee.

Udo Baer „Schuldgefühle und innerer Frieden“ #openbooks-frankfurt

Den einen Beitrag, den ich heute hörte im Rahmen der Openbooks-Frankfurt war:

Mit dem Beltz-Verlag Udo Baer „Schuldgefühle und innerer Frieden

Schuldgefühle kennt jeder Mensch. Aber woher kommen sie und wie kann man mit ihnen leben lernen? Der erfahrene Therapeut zeigt Wege auf, wie wir uns von den dunklen Schatten befreien können.

Es ging um Schuldgefühle von Opfern von Gewalt genauso wie durch Krieg traumatisierte Menschen oder auch Kinder.
Es gibt die Menschen, die Schuldgefühle haben ohne Schuld zu haben und solche, die Schuld haben und keine Schuldgefühle. Und natürlich die, die unter der Schuld leiden, die sie zu tragen haben.

Menschen, die wirklich schuldig geworden sind empfiehlt er:

1. sich die Schuld einzugestehen (wird möglichst vermieden)

2. es mit jemandem zu besprechen, dem man wirklich vertraut

3. tätiges Entschulden (also etwas tun in der Gesellschaft zur Wiedergutmachung)

Für Opfer von Gewalt, die immer bei sich die Schuld suchen- wohl aufgrund der erlebten Hilflosigkeit und Ohnmacht, ist es ganz wichtig anerkannt zu werden, Trost zu bekommen und parteiischen Beistand. Besonders wichtig ist es Kindern zu sagen: Du bist nicht schuld.

Die Traumatisierungen werden am sichersten an die Kinder weitergegeben, wenn man schweigt. Ein Schritt ist sicher zu sehen, ist es meine Schuld, sind es meinen Schuldgefühle oder die meiner Eltern,…und sich in Distanz zu begeben.
Es ist wichtig, das gesellschaftlich eingestanden wird, wenn Katastrophen geschehen, dass Mist gelaufen ist. Das Rausreden belastet die Opfer und deren Angehörigen unendlich.

Und ich muss noch einmal weiterdenken. Denn auch die muslimische Welt hat diese Schuldgefühle, die ich so gerne dem Christentum anhänge. Dieses Konstrukt der Schuld muss also älter sein.

Zedernholz&Plexiglas

Heute habe ich ein Stück Holz bearbeitet.
Es trägt eine Plexiglasscheibe, die die Zugluft ablenken soll.
Da mir das richtige Werkzeug fehlte, bin ich schnell an die Steinzeitleute erinnert worden und habe jetzt ein paar Schrammen mehr. Vieles ist so geblieben, wie es beim Schlagen ins Holz kam. Etwas geglättet, einen Spalt reingesägt, abgeschliffen und geölt. Jetzt kann man sich doch einiges hineindenken.

Halterung für den Zugluftschutz

Und das ist die Rückseite von meinem Holzstück. Es ist Zedernholz. Dieser Baum stand in unserem Garten und wurde von einem Sturm umgeworfen. Ein Riese von 40 Jahren. Oben sieht man die Scheibe.
Sie verhindert, dass die kalte Zugluft auf meine Blumen fällt, die auf der Fensterbank überwintern werden.