Posts Tagged ‘Unsinn’

Warum wir Konsumenten werden

In dem ca 20 min sehr lebendigen Vortrag von Prof.Gerald Hüther erfahren wir, wie unser Gehirn gerne arbeiten möchte und was geschieht, wenn es das nicht kann. Hinterher sieht man die Schlangen in den Shop-Centern anders und versteht den Sinn hinter all dem Tun, besonders unseres Bildungssystems.
Anders konsumieren. Die nicht kaufbaren Werte fördern. Das werden unsere Aufgaben sein und natürlich Begeisterung entwickeln und hochhalten. Das Schöne ist: Wir können handeln.

Es ist ein von Denkbonus bearbeitetes Thema, das ich hier vorstellen möchte.
Hier sein Artikel: Denkbonus : Wer glücklich ist, kauft nicht.

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Schattenschwingen-Buchbesprechung

Das Buch „Schattenschwingen“ von Tanja Heitmann habe ich gelesen, weil es von vielen gelesen wurde und ich mir ja die Frage stelle, wie sich unsere Demokratie im aktuellen Jugendroman widerspiegelt.

Das Lesen war harte Arbeit. Warum lesen dieses Buch so viele?

Wie andere RezensientInnen beschrieben, erinnert die Geschichte an die Biss-Romane. Die Schattenschwingen leben anfangs mit den Menschen zusammen und kommen dann mit mehr oder weniger Glück in die Sphäre. Dort ist ihr eigentliches zu Hause. Hä???? (Das ist hessisch und heißt: Wie bitte?)

Schattenschwingen können wie die Vampire mehr als Menschen und doch haben beide Welten ihr gutes. Gähn….

Wer Engelsgeschichten liebt, liegt da bestimmt richtig. Und im Krankenhaus liegend, könnte ich mir schon vorstellen,

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so etwas zu lesen. Es tut nicht weh und regt nicht auf.

Die Liebesgeschichte ist von einer wundersamen Bella/Mila geprägt. Da sich das Ganze ja auf drei Bücher erstreckt, müssen im ersten Band einige Dinge angelegt werden. Konflikte, Potentiale, Wege,….

Milas Mutter wird ganz witzig konstruiert. Überhaupt sind die Frauen aktiv und gestaltungsfreudig. Alle können irgendetwas und geben nicht auf. Das gefällt mir natürlich.

Gut und Böse kämpfen gegeneinander. Immer wieder wird man vorbereitet auf den Kampf den Sam, der Freund/Geliebte von Mila auf sich nehmen muss. Ab und zu kommen grünlich angehauchte Statements zu Politik oder Umweltschutz. Doch gleich zurückgenommen durch einen Kommentar wie zum Beispiel von Rufus, Milas Bruder.

Vielleicht ist das Ausagekräftigste eben, dass sich so viele am liebsten in eine Scheinwelt flüchten möchten und deshalb dieses Buch lesen? Lieber keine Stellung beziehen und so herrlich ungezwungen bleiben. Die einfache Formel Gut-Böse ist leicht zu verstehen und reicht wohl für das Gefühl aus, auf der richtigen Seite zu stehen.

Damit wäre es eines der Bücher, die eben jenen Teil der Bevölkerung ansprechen, die sich zumindest zwischendrin mal wegträumen müssen. Es bringt garantiert nichts voran.

Kein Theater

Mit der Mickey Maus durch die Stadt- ein Bühnenaccesoire.

Fast ist sie rum meine Zeit am Theater. Und mein Fazit ist: Auf keinen Fall finde ich dort eine Zukunft. Sicher fehlt mir das eine oder andere Wissen, doch das ist es nicht. Nein, mein Problem ist wieder einmal die Struktur. In einer wirklich krassen Hierarchie wird dort nach oben gelächelt und nach unten getreten. Das war nicht meine Vorstellung. Die Leute, die dort mitarbeiten halten diese Struktur mit ihrem Verhalten aufrecht. Geht das nicht anders?

Muss man anderen immer beweisen, dass man über ihnen steht? Es ist so unfruchtbar und so klein.

Ich habe nur durch Zufälle gute Anleitung bekommen. Ich habe mir alle Informationen gesucht. Wenn welche kamen, dann wurde mir gleich mitgeteilt, wie merkwürdig es doch sei, dass ich das nicht wisse. Und so weiter. Meine junge Kollegin hat das Handtuch geschmissen. Ich konnte sie verstehen. Das Doofe ist, dass ich viel mehr hätte erreichen können, wenn sich mal jemand ernsthaft die Zeit genommen hätte mich einzuweisen. Gestern reiste ich zwischen den Werkstätten hin und her, weil die Verantwortlichen sich nicht absprechen konnten. Warum? Selbst nach der ersten Reise hin und her haben sie mir nicht erklärt, worum es überhaupt geht und mir damit die Möglichkeit genommen, es bestmöglich zu klären. Nein, sie schimpfen alle übereinander, weil die Arbeiten nicht in ihrem Sinne ausgeführt werden. Was für eine Zeitverschwendung! Da finde ich kein Plätzchen für mich.

Es gab gute Momente. Während der Proben, die ich leider eher selten besuchen konnte. Zu sehen, wie jedesmal ein Szene sich verändert, weil die SchauspielerInnen sie anders angehen. Sehr spannend. Wie schwierig Kommunikation doch ist. Mit einer Nuance kommt eine andere Färbung hinein. Gute Momente gab es auch, wenn ich mal was vernünftiges tun konnte. Und ich konnte neue Materialien ausprobieren. Das hat mir schon gefallen.

Lasiert und lackiert fahre ich Hölzchen durch die Gegend auf denen, wie auf der Bühne, gekritzelt wurde.

Der Druck, der schon bei den Arbeitsvertragsverhandlungen beginnt, setzt sich durch das ganze Haus fort. Schon dort wird Loyalität zum Haus untergraben. Ich habe versucht mich nicht davon einlullen zu lassen und mein Verhalten den anderen gegenüber nicht anzupassen. Das fiel einigen positiv auf. Also ein interessantes Projekt, doch dafür bin ich mir zu Schade.

Wer hat denn da nicht zu Ende gedacht?

Die Internetseite Hebammen für Deutschland informiert:

Die Situation der Beleg-, Geburtshaus-, und Hausgeburtshebammen:

Seit 2008 wurden die Versicherungsprämien bereits um 80% auf 2.400,- EUR jährlich angehoben. Zum 01.07.2010 steht eine weitere massive Prämienerhöhung bis zu 4.600,- EUR an. Dem gegenüber steht das zu versteuernde Durchschnittseinkommen der geburtshilflich, in Vollzeit tätigen Hebamme bei ca. 1.180,- EUR monatlich, was einem Stundenlohn von 7,50 EUR entspricht.

All diese Hebammen leisten 7 Tage pro Woche eine 24h Rufbereitschaft, für die es in der Gebührenordnung noch nicht mal eine Abrechnungsziffer gibt!!! Diese Kosten werden von den betreuten Frauen selbst getragen (umgerechnet 8,50 EUR/Tag).

Seit einigen Jahren ist in der Geburtshilfe ein anhaltender Trend zur Zentralisierung zu beobachten. Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit werden kleinere Abteilungen geschlossen, zusammen gelegt, privatisiert oder ins Belegsystem umgestellt, um Personalkosten einzusparen. Jetzt werden sogar weitere kleine Belegabteilungen zusätzlich wegen der zu hohen Versicherungskosten der Hebammen und Ärzte schließen.

Am 5. Mai startet der DHV eine E-Petition an den Deutschen Bundestag, wir helfen diese vorzubereiten. Sie wird online unterzeichnet, wenn Sie sich in unseren E-Mail-Verteiler eintragen schicken wir ihnen einen Direktlink mit einer Anleitung zum Unterzeichnen der Petition.

Unter https://epetitionen.bundestag.de können Sie sich die Petition dann dort anschauen.

Generatorenspielerei zu 2010 !

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und 2010 kann beginnen

Guten Flug, Herr Müller-Esterl ! #unibrennt

Weil ich gefragt wurde, wo steht denn die Erklärung der Lehrenden der Goethe-Uni, habe ich den Text einfach in mein Blog gestellt. Damit kann jeder an den Text heran.

Mittlerweile habe ich auch durch Angestellte der Uni erfahren, dass es mächtig brodelt im Betrieb, weil die Umwandelung zur Stiftungs-Uni die Leute ohne Arbeitsverträge weiterarbeiten lässt. Und die Abteilungsumstrukturierungen eine Menge Zweifel aufwerfen.

Ich hatte damals mit Turmer auch einen durch und durch undemokratisch reagierenden Unirex. Das ist ihm nicht gut bekommen, denn als sich die Folgen deutlicher abzeichneten, wurde seine Saison beendet. Bis dahin konnte er viel Schaden anrichten, leider. Demokratie ist eben zentral, sonst fliegt einem die Uni um die Ohren. Guten Flug, Herr Müller-Esterl!

Erklärung Lehrender der Goethe-Universität Frankfurt zum Vorgehen des Präsidiums

gegen die Alternativveranstaltungen im Rahmen des Bildungsstreiks und die Räumung

des Casinos des IG Farben-Hauses

Als Lehrende der Goethe-Universität Frankfurt missbilligen wir die vom Präsidium getroffene

Entscheidung zur polizeilichen Räumung der Universität und den gewaltsamen Abbruch der

Alternativveranstaltungen von Studierenden und DozentInnen im Rahmen des

Bildungsstreiks.

Die in der Begründung vorgebrachten Argumente bezüglich der Sachbeschädigungen

rechtfertigen nicht die gewaltsame Auflösung von selbstorganisierten Lehrveranstaltungen

durch ein Polizeikommando. Die Räumung stellt einen nicht akzeptablen Eingriff in die

Freiheit von Forschung und Lehre dar. Die ausschließliche Fokussierung auf „Vandalismus“

dient einzig der Delegitimierung und Kriminalisierung des Protests und lenkt von den

intensiven inhaltlichen Auseinandersetzungen ab: Bildung braucht Zeit und Raum. Dies zu

organisieren war Ziel der Besetzer/innen des Casinos des IG Farben-Hauses.

Sachbeschädigungen sind von der Mehrheit der Besetzer_innen weder unterstützt noch

gutgeheißen worden.

In über 70 Workshops haben sich Studierende und Lehrende mit dem dringenden Anliegen

einer Analyse und Bewertung der Hochschulreformen sowie der Studien-, Lehr- und

Forschungsbedingungen an unserer Universität auseinandergesetzt. Dem von ihnen in Gang

gesetzten, notwendigen Diskurs hat sich das Präsidium entgegen aller Behauptungen

entzogen.

Wir wenden uns entschieden gegen die konfrontative Haltung und Missachtung der Anliegen

der Beteiligten des Bildungsstreiks und fordern die sofortige Einstellung der strafrechtlichen

Verfolgung von Studierenden und Dozent/innen. Wir fordern die Universitätsleitung auf, die

Aktivitäten im Rahmen des Bildungsstreiks nicht mehr zu behindern.

Frankfurt, den 3.12.2009


ErstunterzeichnerInnen:

Christoph Bauer

Dr. Kendra Briken

Dr. Oliver Brüchert

Dr. Sonja Buckel

Simone Claar

Prof. Dr. Alex Demirović

Dr. Andreas Eis

Juliane Hammermeister

Prof. Dr. Joachim Hirsch

Johanna Hoerning

Dr. Stefanie Hürtgen

Dr. Dirk Martin

Susanne Martin

Prof. Dr. Frank Nonnenmacher

Dr. Nadja Rakowitz

Margit Rodrian-Pfennig

Dr. Martin Saar

Dr. Thomas Sablowski

Dr. Jens Wissel

Dr. Claudia Wucherpfennig

Wintergrillen — bei minus 16 Grad

Wintergrillen

Vier Stunden in dieser Kälte . Es war wunderschön-wie jedes Jahr!

Und erstaunlich ist, dass man diese Zeit draußen übersteht und nicht einfriert. Die armen Würstchen der Fleischesser sind leider vor dem Grill zu Stein gefroren. Das war ein Gag.

Grillen im Schnee

Allerdings ergeben sich Gespräche über den Wert des Feuers. Und wie gut es ist, dass wir heut zu Tage eine Heizung haben. Denn der Rauch und die umher spritzenden Funken sind für unsere Kleidung nicht gut. Und natürlich zum Klimagipfel gab es viele Überlegungen zum CO2-Ausstoßes eines Lagerfeuers. Über uns funkelten die Sterne.

Der Glühwein tat alles, was er seinem Namen schuldig ist und wärmte uns. Das allerdings merkten wir nur an den lustigen Formulierungen in unseren Gesprächen.

Ein richtiger Glühwein