Posts Tagged ‘Kulturzeit’

Ein erster Eindruck von der BürgerAkademie

Nach dem ersten Teambuildingsminar kennen wir uns nun alle und dieses Bild löst ganz andere Emotionen aus, da mich mit jeder/m etwas verbindet. Im Hintergrund laufen die ersten Mails und die Vernetzung ist angelaufen. Herz, was willste mehr.

Das Foto unserer  Gruppe und ein Einführungstext

cc Dominik Buschardt

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Doris Dörrie bei den #openbooks-frankfurt

Gerade war ich in einer Lesung mit Doris Dörrie im Rahmen der openbooks-frankfurt:
Es ist ein umfangreiches Programm und so kann man nur einen Bruchteil besuchen. Es scheinen alle begeistert zu sein- oder ist das nur meine Einbildung?
Es lohnt sich, sich abends dorthin zu schleppen und wohlgemut wieder zu gehen.

Frau Dörrie einmal live zu erleben war ein Wunsch von mir, seit ich mir im letzten Jahr fast alle ihre Filme angesehen hatte.
Und weil ich ihre CD sehr schätze, auf der sie ein Buch von Thich Nhat Hanh vorliest: „Frei sein, wo immer Du bist“
Ich höre sie oft und bin dadurch mit ihrer Stimme so vertraut.

Die Moderatorin war kurzfristig eingesprungen und nach meinem Eindruck nur oberflächig informiert über das, was Frau Dörrie bewegt.
Da die Fragen schnell beantwortet waren-weil am Thema vorbei- las Frau Dörrie umso mehr vor. Und die Stellen, die sie auswählte waren so voller Bilder und guten Dialogen, dass alle sofort „wegwaren“. Der Raum war überfüllt und doch hätten noch mehr gar nicht geschadet. Es wurde ganz still und jede/r sah das eigene Buch vor sich, den eigenen Film laufen. Wunderbar!!

Frau Dörrie möchte nicht bewerten sondern erzählen. Und doch bezieht sie Stellung zu gesellschaftlichen Themen, wie zum Beispiel den Menschen, die aus Afrika versuchen nach Europa zu kommen durch die Art, wie sie von ihnen erzählt. Und so wird das Buch auch ein Stück Zeitgeschichte, mit Anregungen darüber nachzudenken.

Eines war ihr wichtig und deshalb möchte ich es hier noch miterwähnen.
Sie lobte die Zusammenarbeit mit ihrer Lektorin. Ohne sie wäre dieses Buch nicht so entstanden. Da die Verlage immer öfter auf diese MitarbeiterInnen verzichten, geht etwas sehr wertvolles verloren.

Und natürlich wurde an Herrn Daniel Keel erinnert, der durch seine Art mit seinen AutorInnen umzugehen etwas ganz besonderes geschaffen hat. Frau Dörrie wäre vermutlich ohne ihn nicht zum Schreiben gekommen.

Diogenes Verlag

Doris Dörrie „Alles inklusive“

Gregor Gysi bei den #openbooks-frankfurt

Ihr werdet es gar nicht lesen wollen-doch ich habe mir einen Wunsch erfüllt und mir im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Gregor Gysi angehört und ihn live erlebt.
Es ging um die Gesprächsreihe, die er seit 2003 einmal im Monat an einem Sonntag mit einem Gast führt.

„FRANKFURTER KUNSTVEREIN / RAUM D
Verlag Neues Leben
Gregor Gysi „Offene Worte: Gysi trifft Zeitgenossen“
Moderation: Jakob Augstein, der Freitag
Gregor Gysi befragte prominente Zeitzeugen des politischen und kulturellen Lebens. In der Gesprächsreihe des Deutschen Theaters überließ er seinen Gästen die Bühne. Nun befragt Jakob Augstein Gregor Gysi.“

Ich kannte diese Reihe nicht und war sehr angetan von dem Konzept, dass die Menschen wirklich zu Wort kommen lässt.

Ich erfuhr einige nette Storys, mit denen ich noch recht viel anfangen kann, denn auch meine Eltern kannten Klaus Gysi noch. Sorry, Gregor Gysi, der wie alle nicht gerne durch den allmächtigen Vater gesehen werden möchte.

Enttäuschend blieb Herr Augstein. Schade, dass er nicht im Publikum saß. Sonst hätte er mithören können, was denn dem Publikum so aufstieß.
Einen Rahmen für die Veranstaltung herzustellen, ist die Aufgabe des Gastgebers. Das vertapste er gründlich und natürlich mit Argumenten unterlegt. Die höfliche Vorstellung- auch das Ansehen des Gastes- gehört einfach zum gesellschaftlichen Ritus. Das möchte ich an dieser Stelle auch von ihm verlangen. Wir tun was richtiges, wenn wir an unseren Gemeinsamkeiten ansetzen. Und das sind Grußformeln. Das Wegfallen jeglicher Höflichkeit mag modern sein, gut ist es nicht.

Sein Teil, gut vorbereitete Fragen bildete den Hauptteil. Dann konnten zwei Menschen was fragen.

Bei der Formulierung meiner Fragen wählte ich eine Form, die meiner Unsicherheit verstanden zu werden entgegen kam. Er hörte mir nicht einmal zu und unterbrach mich gerade an der Stelle, an der ich sowieso fertig war.

Wir übten in unseren politischen Kreisen während der Unizeit Demokratie auch in der Gruppe einzusetzen und auszuhalten. Dazu gehört das Zuhören und aussprechen lassen im gewissen vorher besprochenen Rahmen.
Das schaffte Herr Augstein nicht. Meiner Meinung nach setzt er sich mit mehr Demokratie auseinander im Kopf und den Medien – nicht im Alltag.

Gregor Gysi hörte sehr wohl zu und antwortete gut und absolut nicht arrogant.
Er hatte in einer seiner Antworten einen kurzen Satz gesagt, der ungefähr so war:
<Die tiefsitzende Intellektuellenfeindlichkeit ist der Ersatz für den Antisemitismus.>
Die Dame neben mir war empört.

Sie hatte nur die Kombination der beiden Worte gehört und nichts verstanden, denn auf die Frage, ob er das näher erläutern könne, kamen sehr wohl nachvollziehbare Gedanken und sie atmete auf. Und ich bin zum ersten Mal damit konfrontiert worden, dass auch im heutigen Deutschland die Herkunft entscheidend ist, um Intellektueller zu werden.(Das mit dem Zugang zur Bildung weiß ich ja eigentlich.) Daher lässt sich der Hass der Nichtreichen gut erklären und auch die Art, wie die Bildzeitung mit v Guttenberg und den WissenschaftlerInnen umging.
Aha!! Wieder was gelernt. Da läuft was falsch.

Er erwähnte, dass durch den Druck der Gesellschaft, die Juden in Deutschland früher gezwungen waren so exellente Leistungen zu erbringen, wie wir sie alle kennen. Im heutigen Israel wären die WissenschaftlerInnen ganz normal durchschnittlich. Heute wären es die PalästinenserInnen, die außergewöhnliches leisteten.

Und dann hatte ich meine unverdaute Frage zu dem, was im Bundestag so gesagt wird und wir nie wirklich wissen können, was denn davon jetzt stimmt. Um es kurz zu machen: Die Macht verführt schnell die Politiker und so kann man sich im Prinzip, um dem Richtigen näher zu kommen, an Teile der Opposition wenden oder an kompetente Menschen außerhalb und er riet, sich zu interessieren und das INTERNET zu nutzen.

Ich habe ihn als authentisch empfunden, nicht arrogant und einen besseren Demokraten unter den Politikern als alle bisherigen, die ich kennenlernte.
Er sieht seine Aufgabe darin, diese Sprache der Parlamentarier zu übersetzen, damit auch ich verstehe, worum es geht. Danke!!!

Empört euch! Stéphane Hessels Text auf deutsch

Kleine Lektüre aus Frankreich mit großem Inhalt.

Ach – die kommen mit der Post!

Der Weihnachtsmarkt in Bad Soden im Taunus hat mit einigen Besonderheiten aufzuwarten. Das ist ein putziger und sehr engagierter Markt der Vereine und Einrichtungen in der Gegend. Nicht nur noch kommerzielles Zeug. Die erste beeindruckende Erkenntnis war, dass die Akteure des Krippenspiels mit der Post kamen.

Maria und Josef kommen mit der Post

Deswegen gibt es vier Wochen Vorlauf! Damit es am 24. auch wirklich klappt.

Das nächste Erstaunliche waren diese Riesenseifenblasen. Ein Weihnachtsmarkt möchte die Kinderaugen doch zum Glänzen bringen, oder? Das hier hat es geschafft. Kein superduperblinkendes Irgendwas- nein Seifenwasser. Klasse!!

Es gab auch Schafe und Ziegen zu sehen. Wie gut, denn ein kleiner Dreijähriger verabschiedete sich mit: „Tschüß, ihr Pferdchen“

Da konnte der Papa schnell noch eine Korrektur anbringen.

Dieser Zoo war viel bunter:

Viel zu sehen und zu erleben gibt es von den Bad Sodenern. Und das alles im alten Kurpark im Dunst der Quellen, die gleich für die Erholung der Atemwege sorgen.

Schmuckstücke

Eine Freundin von mir zaubert mit Perlen wunderbaren Schmuck.

Da die Weihnachtszeit wieder droht, ist doch die eine oder andere Anregung recht, gell 🙂

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Indianer heute II

Auf meiner Suche nach weiterer Musik stieß ich auf diese Seite. http://www.nativeamericanmusicawards.com/videochannel.cfm

Hinter dem Link Videochannel gibt es 15 Videos, die mehr aussagen als viel Text. Das Video von Tom Bee zeigt Aufnahmen aus PINE-RIDGE dem Ziel der Reise der Traumfänger. Das ist wohl eine gute realistische Ergänzung.

Es ist überhaupt wieder eine Seite, in der man sich lange verlieren kann.