Was hilft mir denn Intuition? #Ab ins Alter

Wer, wie ich, zu den Glücklichen mit Erwerbsarbeit gehört, mag sich vielleicht mehr Ruhe wünschen und auch Freizeit. Um endlich die Dinge zu tun, die man schon immer machen wollte.

Nun schleicht sich bei mir der Eindruck ein, dass das im Alter vielleicht nicht das eigentliche (rettende) Thema sein wird. Vielmehr frage ich mich, wie reagiere ich auf den völligen Wegfall eines Gerüstes, das mich im Alltag gefangen hält, aber eben auch stützt?

Denn habe ich frei, da bin ich wirklich mit mir beschäftigt und allem, was dann an Gedanken kommt. Dummerweise sind es oft schlechte Gedanken. Gut, wenn es einem irgendwann selber auffällt. Viele bemerken ja gar nicht, was sie so in einer erstaunlichen Schleife immer wieder denken. Es ist nicht viel anders, als bei den Menschen auf der Strasse, die alle Gedanken mitsprechen und von uns als verrückt bezeichnet werden. Für mich war es erschreckend mit dieser Erkenntnis und den Auswirkungen dann auf Dauer allein zu leben.

Es mag an manchen Tagen Musikhören während der Hausarbeit darüber hinweghelfen oder Hinausgehen um andere zu treffen, telefonieren, an Gruppen teilnehmen. Damit baue ich ein kleines Ersatzgerüst auf und gewöhne mich dann an dieses.

Was ich ausprobiere und jetzt schon vorbereitend übe ist, jeden Tag (auch) das zu tun, was ich tun möchte. Also Platz zu lassen für das, was sich mir an diesem Tag als Idee präsentiert. Das passt dann mit einem Ersatzgerüst noch nicht gut zusammen. Ich empfinde Tage aber als voller und erfüllter, wenn ich zumindest einen Teil gestalten kann. Die Orientierung verschiebt sich leicht weg von ‚das muss gemacht werden‘ zu ‚das macht mir jetzt Freude‘. Ich schleppe mich nicht mehr durch den Tag, weil an jedem Tag was geschieht, was ich tun möchte, worauf ich mich freue.

Sich jeden Tag etwas zu überlegen, was man tun möchte? Das will manchmal nicht gelingen. Denn es gilt nur das, was einen wirklich interessiert. Sonst erfüllt es nicht. Um an allen Tagen daran zu kommen, nehme ich mir die Zeit auf diese Idee zu warten bis sie kommt. Sie kommt immer. Nur wann ist eben nicht klar. Ich sitze dann vor dem Ofen oder irgendwo im Warmen und warte. Keine schlechten Gedanken, kein mürrisches Abarbeiten des Haushaltes. Und erst wenn klar ist, was heute das Richtige ist, lege ich los. Dann gehen auch die anderen Dinge leichter von der Hand. Es löst Motivation aus.

Nur kann ich vorher nicht sagen, was es sein wird. Nee, ich weiß einfach nicht, was an diesem Tag das Stimmige sein wird. Es steigt einfach auf und ist dann da. Dieses Vorgehen gehört in den Bereich der intuitiven Herangehensweise. #PeterHeinl hat über das Anwenden von Intuition in seiner Praxis berichtet. Es ist etwas ungewohnt warten zu müssen, bis die Ampel grün wird. Zumal auch, wenn man es noch nie erlebt hat. Es lohnt sich.

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: