Archive for the ‘Frieden’ Category

Zum Neujahr

So unsicher wie dieses Jahr über die Weltlage und auch hier habe ich mich noch nie gefühlt.
Daher ist es mir wichtig euch einen guten Rutsch zu wünschen in ein Jahr, dass wir hoffentlich verdaulicher finden.
Lasst es euch heute gut gehen und trauert nicht über die vergangene Zeit. Ab Morgen ist nicht alles anders, doch hilft dieser Jahreswechsel beim Versuch die Dinge neu zu sehen, das Alte hinter sich zu lassen.

Wichtiger als zuvor ist es, die eigenen Werte zu erkennen und zu verteidigen gegen Verbrecher in der Politik und der Wirtschaft. Es gibt da auch gute Leute. Finden wir sie und unterstützen wir sie.

2015 ist ein großes Versprechen an uns und alle Mitmenschen

Neujahr 2015

Der beste Ostermarsch seit langem in Frankfurt

Es ist ja oft so, dass bei schlechtem Wetter sich vielleicht wegen der äußeren Bedingungen eine gute Stimmung einstellt. Ja, es waren schon mal mehr Leute dabei. Es waren aber auch schon weniger. Das jedenfalls trübte die Laune nicht. Und schnell waren alle in einem Gespräch vertieft. Der Regen hörte irgendwann auf. Und schwuppdiwupp waren wir am Römer. Gute Musik empfing uns. Das sind Ostermarschierer/ innen ja nicht gewöhnt und so kamen wir beim Suchen nach Bekannten  bei der Runde über den Römer schnell auf die Frage, wer denn da spielt. Es war die Gruppe BOTS ! Die wollte ich immer schon mal live erleben.

Ja, wie ich eben lese, hat Dieter Dehm (Egal, was man von ihm hält, bitte!)die Gruppe wieder mehr im Auge und ich muss sagen, auch wenn es Veränderungen gegeben hat und die Jungs einiges hinter sich haben, was das Leben so mit einem anstellt: Heute wurden sie wieder richtig gut. Das lag an dem begeisternden Publikum oder besser: Beide, Gruppe und Publikum zogen sich selbst hoch und am Ende war Konzertstimmung auf dem Platz. Yeah!!

Dieser erfreuliche Bericht ist natürlich nicht alles. Es gab vier Reden und ich möchte an die Frau aus Israel erinnern(Shula Keshet), die uns zeigte, wie widersprüchlich dieses Land auch mit seinen Einwohnern umgeht und es kein FEIND ist. Es ist ein Land. Und es ist nicht besser als ein anderes. Die Diskriminierung der Menschen, die aus der arabischen Welt zugewandert sind, gleicht dem, was ich aus vielen anderen Ländern höre und ich bin damit genau so unzufrieden. Für einen Ostermarsch fand ich das eine sehr engagierte Idee. Frieden gerade mit dem, der uns so kriegerisch erscheint. Hier ein kurzfristiger Link zur Hessenschau, in der über Frau Keshet berichtet wird und Herr Schwoerer zu Wort kommt. Allerdings fehlt Jan vom Camp völlig.

Vor Frau Keshet sprach Jan vom Occupy-Camp aus Frankfurt. Und Jan hat es wirklich drauf. Er kann gut Reden halten. Nicht eine Minute hatte man das Gefühl etwas vorgequatscht zu bekommen. Er sprach und war authentisch. Was für ein Segen!!!  ‎Jan selber zum Abschluss, auf die Zukunft der gesellschaftlichen Entwicklung bezogen: „Und eins ist sicher: Dieser Hippie will nicht in einer Höhle leben!“ 

Um es kurz zu machen: Alle Reden waren gut zu hören. Die Inhalte waren auch ok, weil keiner versuchte uns über irgendeinen Tisch zu ziehen. Die nächsten Veranstaltungen werden wohl hier in Frankfurt die Tage von Blockupy sein. Hier ist der Link dorthin. Das ist ja eine sehr internationale Seite. Toll. Da wird es am 17. 5. mit einer Besetzung der Frankfurter Plätze losgehen. Am 18.5. wird die EZB blockiert und am 19. 5. gibt es eine Großdemo.

Dieser Einsatz für den Frieden hat sich für alle gelohnt. Danke an die OrganisatorInnen und die Mitwirkenden und die netten Leute die kamen.

Gregor Gysi bei den #openbooks-frankfurt

Ihr werdet es gar nicht lesen wollen-doch ich habe mir einen Wunsch erfüllt und mir im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Gregor Gysi angehört und ihn live erlebt.
Es ging um die Gesprächsreihe, die er seit 2003 einmal im Monat an einem Sonntag mit einem Gast führt.

„FRANKFURTER KUNSTVEREIN / RAUM D
Verlag Neues Leben
Gregor Gysi „Offene Worte: Gysi trifft Zeitgenossen“
Moderation: Jakob Augstein, der Freitag
Gregor Gysi befragte prominente Zeitzeugen des politischen und kulturellen Lebens. In der Gesprächsreihe des Deutschen Theaters überließ er seinen Gästen die Bühne. Nun befragt Jakob Augstein Gregor Gysi.“

Ich kannte diese Reihe nicht und war sehr angetan von dem Konzept, dass die Menschen wirklich zu Wort kommen lässt.

Ich erfuhr einige nette Storys, mit denen ich noch recht viel anfangen kann, denn auch meine Eltern kannten Klaus Gysi noch. Sorry, Gregor Gysi, der wie alle nicht gerne durch den allmächtigen Vater gesehen werden möchte.

Enttäuschend blieb Herr Augstein. Schade, dass er nicht im Publikum saß. Sonst hätte er mithören können, was denn dem Publikum so aufstieß.
Einen Rahmen für die Veranstaltung herzustellen, ist die Aufgabe des Gastgebers. Das vertapste er gründlich und natürlich mit Argumenten unterlegt. Die höfliche Vorstellung- auch das Ansehen des Gastes- gehört einfach zum gesellschaftlichen Ritus. Das möchte ich an dieser Stelle auch von ihm verlangen. Wir tun was richtiges, wenn wir an unseren Gemeinsamkeiten ansetzen. Und das sind Grußformeln. Das Wegfallen jeglicher Höflichkeit mag modern sein, gut ist es nicht.

Sein Teil, gut vorbereitete Fragen bildete den Hauptteil. Dann konnten zwei Menschen was fragen.

Bei der Formulierung meiner Fragen wählte ich eine Form, die meiner Unsicherheit verstanden zu werden entgegen kam. Er hörte mir nicht einmal zu und unterbrach mich gerade an der Stelle, an der ich sowieso fertig war.

Wir übten in unseren politischen Kreisen während der Unizeit Demokratie auch in der Gruppe einzusetzen und auszuhalten. Dazu gehört das Zuhören und aussprechen lassen im gewissen vorher besprochenen Rahmen.
Das schaffte Herr Augstein nicht. Meiner Meinung nach setzt er sich mit mehr Demokratie auseinander im Kopf und den Medien – nicht im Alltag.

Gregor Gysi hörte sehr wohl zu und antwortete gut und absolut nicht arrogant.
Er hatte in einer seiner Antworten einen kurzen Satz gesagt, der ungefähr so war:
<Die tiefsitzende Intellektuellenfeindlichkeit ist der Ersatz für den Antisemitismus.>
Die Dame neben mir war empört.

Sie hatte nur die Kombination der beiden Worte gehört und nichts verstanden, denn auf die Frage, ob er das näher erläutern könne, kamen sehr wohl nachvollziehbare Gedanken und sie atmete auf. Und ich bin zum ersten Mal damit konfrontiert worden, dass auch im heutigen Deutschland die Herkunft entscheidend ist, um Intellektueller zu werden.(Das mit dem Zugang zur Bildung weiß ich ja eigentlich.) Daher lässt sich der Hass der Nichtreichen gut erklären und auch die Art, wie die Bildzeitung mit v Guttenberg und den WissenschaftlerInnen umging.
Aha!! Wieder was gelernt. Da läuft was falsch.

Er erwähnte, dass durch den Druck der Gesellschaft, die Juden in Deutschland früher gezwungen waren so exellente Leistungen zu erbringen, wie wir sie alle kennen. Im heutigen Israel wären die WissenschaftlerInnen ganz normal durchschnittlich. Heute wären es die PalästinenserInnen, die außergewöhnliches leisteten.

Und dann hatte ich meine unverdaute Frage zu dem, was im Bundestag so gesagt wird und wir nie wirklich wissen können, was denn davon jetzt stimmt. Um es kurz zu machen: Die Macht verführt schnell die Politiker und so kann man sich im Prinzip, um dem Richtigen näher zu kommen, an Teile der Opposition wenden oder an kompetente Menschen außerhalb und er riet, sich zu interessieren und das INTERNET zu nutzen.

Ich habe ihn als authentisch empfunden, nicht arrogant und einen besseren Demokraten unter den Politikern als alle bisherigen, die ich kennenlernte.
Er sieht seine Aufgabe darin, diese Sprache der Parlamentarier zu übersetzen, damit auch ich verstehe, worum es geht. Danke!!!

Udo Baer „Schuldgefühle und innerer Frieden“ #openbooks-frankfurt

Den einen Beitrag, den ich heute hörte im Rahmen der Openbooks-Frankfurt war:

Mit dem Beltz-Verlag Udo Baer „Schuldgefühle und innerer Frieden

Schuldgefühle kennt jeder Mensch. Aber woher kommen sie und wie kann man mit ihnen leben lernen? Der erfahrene Therapeut zeigt Wege auf, wie wir uns von den dunklen Schatten befreien können.

Es ging um Schuldgefühle von Opfern von Gewalt genauso wie durch Krieg traumatisierte Menschen oder auch Kinder.
Es gibt die Menschen, die Schuldgefühle haben ohne Schuld zu haben und solche, die Schuld haben und keine Schuldgefühle. Und natürlich die, die unter der Schuld leiden, die sie zu tragen haben.

Menschen, die wirklich schuldig geworden sind empfiehlt er:

1. sich die Schuld einzugestehen (wird möglichst vermieden)

2. es mit jemandem zu besprechen, dem man wirklich vertraut

3. tätiges Entschulden (also etwas tun in der Gesellschaft zur Wiedergutmachung)

Für Opfer von Gewalt, die immer bei sich die Schuld suchen- wohl aufgrund der erlebten Hilflosigkeit und Ohnmacht, ist es ganz wichtig anerkannt zu werden, Trost zu bekommen und parteiischen Beistand. Besonders wichtig ist es Kindern zu sagen: Du bist nicht schuld.

Die Traumatisierungen werden am sichersten an die Kinder weitergegeben, wenn man schweigt. Ein Schritt ist sicher zu sehen, ist es meine Schuld, sind es meinen Schuldgefühle oder die meiner Eltern,…und sich in Distanz zu begeben.
Es ist wichtig, das gesellschaftlich eingestanden wird, wenn Katastrophen geschehen, dass Mist gelaufen ist. Das Rausreden belastet die Opfer und deren Angehörigen unendlich.

Und ich muss noch einmal weiterdenken. Denn auch die muslimische Welt hat diese Schuldgefühle, die ich so gerne dem Christentum anhänge. Dieses Konstrukt der Schuld muss also älter sein.

Radioaktive Munition der Nato verseucht Libyen

Neben der Sorge, dass dieser Umsturz eben keine Revolution ist, sondern ein im Kämmerchen ausgemachter Beginn eines was auch immer Regimes, kommt nun noch die Gewissheit dazu, dass die Tiere und die Menschen vorsätzlich verstrahlt werden durch die Nato:

Hallo Wedernoch,
die NATO verwendet abgereichertes Uran als STANDARDMUNITION. Selbstverständlich ist dies auch in Libyen der Fall. Jeder Tomahawk-Marschflugkörper enthält zur Flugstabilisierung in den Flügeln 3 kg DU, bei Bunkerbrechenden Tomakawks 400 kg DU. Über tausend Tomahawks wurden auf Libyen abgefeuert. Außerdem wurden auf Fotos Panzer mit kleine Einschußlöchern und abgesprengtem Panzerturm gesehen was typisch für DU-Explosionen ist! Die a-10 Kampfjets der USA, die ebenfalls zur Panzer- und Infanteriebekämpfung zum Einsatz kamen verschießen kleinkalibrige Uranmunition in gewaltiger Stückzahl… man muss für Libyen vom Schlimmsten in Punkto Uranverseuchung ausgehen!
Deine Frage muss leider klar mit Ja beantwortet werden – auch wenn die NATO den Einsatz offiziell nie zugeben wird.
Solidarische Grüsse

Friedensaktivis

Dies ist nicht die erste Information für mich in Bezug auf Libyen, deshalb fragte ich immer weiter.
Jede/r der kann sollte sich überlegen, ob er noch nach Afghanistan, Irak, Ex-Jugoslawien…reisen möchte. Und das Zeug bleibt ja nicht dort, sondern verteilt sich.
Und natürlich geht es darum, den Völkern zu helfen diesen Wahnsinn zu stoppen, an dem auch Deutschland wieder mächtig verdient.
Die Menschen und Tiere tun mir einfach leid. Verkrüppelter Nachwuchs, lebenslange=lebenskurze Beschwerden, keine Hoffnung und nur Ohnmacht und Wut.
Warum tun diese Soldaten das????

Quellen (frei und auf die Schnelle verfügbar):
Wikipedia – Uranmunition
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,113797,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/a-111177.html
http://www.tagesspiegel.de/politik/uran-munition-fuer-die-nato-sind-die-plutonium-spuren-unbedeutend/195254.html
Literatur fällt mir jetzt auf die Schnelle nur Tom Clancy ein, er hat das in verschiedenen Bücher beschrieben (Im Zeichen des Drachen z.B.)

Enorme Leuchtkraft

Fast Vollmond in Ffm

Diese Ausstrahlung hätte ich gerne. Wow!!

Das ist von heute, dem 13. 9. 2011

Ölverschmutzung im Nigerdelta #Shell

cc by Jenn Farr by flickr

Muss es denn schon wieder sein, dass man gegen die Firma Shell hier im Westen aufruft? Ich mag ja so eine Bloßstellung nicht, doch da immer noch nichts(viel zu wenig=nichts) getan wird um das Leben der Menschen in ihrem!!! Land zu verbessern, möchte ich mich dem Protest gegen Shell anschließen und hier mit paar Links die Möglichkeit geben, sich einen Eindruck zu verschaffen. Bilder , Geschichte , Hintergrund und die dankenswerte Aktion von Amnesty International bieten dazu Material.

Wer sich engagieren möchte kann dies unter anderem mit dieser Postkartenaktion tun. POSTKARTE «CLEAN UP THE NIGER DELTA»

Ja, ich bin dafür, dass Großfirmen eine Verantwortung zu tragen haben für die gesamten Auswirkungen ihres Unternehmens.