Posts Tagged ‘Frankfurt’

Ein Spaziergang in Hofheim

Ungewöhnliche Baumriesen verzaubern einen ganzen Hang.

Ungewöhnliche Baumriesen verzaubern einen ganzen Hang.

Elefantöse Kiefern

Elefantöse Kiefern

Im Bild leider nicht festgehaltener Raum aus Baumriesen. Sehr besondere Stimmung

Im Bild leider nicht festgehaltener Raum aus Baumriesen. Sehr besondere Stimmung

Der Meisterturm, den ich trotz Höhenangst mit seinen 132 Stufen bestiegen habe.

Der Meisterturm, den ich trotz Höhenangst mit seinen 132 Stufen bestiegen habe.

Recht hoch schaute man heute gut. Frankfurt

Recht hoch schaute man heute gut. Frankfurt

Von oben sind diese Kastanien ungewöhnlich überschaubar

Von oben sind diese Kastanien ungewöhnlich überschaubar

Das, als wirkliches Landschaftsbild gefällt mir. Diese Struktur aus kleinen Hügeln-mit Dorf. Nicht zu glauben, dass wir im Rhein-Main-Gebiet sind.

Das, als wirkliches Landschaftsbild gefällt mir. Diese Struktur aus kleinen Hügeln-mit Dorf. Nicht zu glauben, dass wir im Rhein-Main-Gebiet sind.

Könnte mit Wasser gefüllt Tieren und Insekten gut tun

Könnte mit Wasser gefüllt Tieren und Insekten gut tun

Die kleine Wildtieranlage wird zum 30. 6. 15 geschlossen falls nicht noch ein Wunder geschieht. Die Stadt finanziert es nicht mehr. Der Förster, der nebenan wohnt und beste Arbeit macht, sollte es weiter tun können.

Die kleine Wildtieranlage wird zum nicht zum 30. 6. 15 geschlossen, denn es gibt eben doch Wunder: 

http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Eine-Bank-mit-Blick-auf-Wildschwein-und-Co;art676,1677074

 

Ein alter Apfelbaum mit einer ungewöhnlichen Krone. Man könnte ein Baumhaus hineinsetzen, so groß ist das.

Ein alter Apfelbaum mit einer ungewöhnlichen Krone. Man könnte ein Baumhaus hineinsetzen, so groß ist das.

Da konnte ich nicht "nein" sagen. Frankfurt so hübsch präsentiert als Kleinod.

Da konnte ich nicht „nein“ sagen. Frankfurt so hübsch präsentiert als Kleinod.

Janine Wissler „Predigt zur Fastenzeit“

Den 6. Gottesdienst in der Fastenpredigtreihe hielt zum Thema “ Kirche in der Stadt-Gemeinde für den Stadtteil“ Frau Janine Wissler von den Linken in der Philippusgemeinde.

Sie war der überraschenden Einladung in die Kirche gerne gefolgt und hatte sich, so meine Idee dazu, zu einer politischen Ansprache  entschlossen, die die Verknüpfung von Politik mit der menschlichen Ebene im Riederwald verdeutlichen konnte. Gesellschaftliche Aspekte, die sich konkret im Stadtteil wiederfinden lassen und eventuell eine Gemeinsamkeit zur Kirche im konkreten Tun aufzeigen, waren ihre Inhalte.

Die Überschneidung von „Solidarität“ und Nächstenliebe“; das sich Einsetzen für den Menschen an erster Stelle in einer Gesellschaft, in der wir friedlich miteinander leben können. Bei den Linken das Kämpfen für bessere Lebensbedingungen auf dem Arbeitsmarkt und die caritative Arbeit und das Kirchenasyl in den Kirchen als gleiche Richtung.

Dazu fügte sie eine Reihe von Beispielen an, die wir nur zu gut kennen: Niedrigstlöhne, Arbeitslosigkeit, Altersarmut, fehlende gesellschaftliche Wertschätzung der sozialen Berufe,…

Das führte zum Thema Flüchtlinge und Fragida/Pegida. Frau Wissler betonte die ablehnende Haltung zu den menschenverachtenden Forderungen dieser Gruppierungen und verwies auf die gute Rede der Pröbstin Frau Scherle auf dem Römerberg.

Blockupy, ein Zusammenschluss vieler Gruppen, die die Finanzpolitik kritisieren und den Protest vor die EZB nach Frankfurt brachte, wurde durch die Gewaltbereiten geschadet.

Anstatt zu zeigen, dass der eigentliche Verlauf der Grenze zwischen oben und unten verläuft und nicht zwischen den Völkern (wie Griechen-Deutschen) wird nun über ganz anderes gestritten.

Humanitärer Krieg ist nicht möglich. Die Waffenlieferungen von Deutschland aus in die Welt sind zu stoppen.

Mit dem Wunsch nach Mut über das „perverse Wirtschaftssystem“ hinauszudenken und neues zu erkämpfen, wo eben der Mensch an erster Stelle steht in der Gesellschaft und wir in friedvollem Miteinander leben, endete ihre Ansprache.

Die Kirchenmusikerin spielte als Überraschung die Internationale als Orgelstück. Der Refrain wurde von einigen mitgesungen.

Predigten zur Fastenzeit

(Von mir: Die Demo, für die Herr Wilken den Kopf hinhalten muss, weil er sie angemeldet hat, ist mit ca. 20 000 Teilnehmern friedlich verlaufen. Ich war dabei und traf aus den Kirchen Teilnehmende auf dem Römer. Das scheint niemanden zu stören bei der Kritik an ihm.

Meine andere Position als die Frau Scherle zur Frage Asyl-Eiunwanderungsgesetz und kommt die Fremdenfeindlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft, habe ich hier festgehalten: Frankfurt bleibt bunt http://wp.me/pzfou-FZ )

Johannes zu Eltz spendet Trost in der ev. Philippusgemeinde

Die nächste Predigt/ Ansprache/ Auslegung in der Fastenpredigtreihe der Philippuskirche hielt Dr. zu Eltz.

Nach dem kleinen Grußwort zur Einführung der Prodekane hier in Frankfurt erwartete ich mir eine humorige Ansprache und freute mich darauf. Da er sich aber exakt an die Themenstellung „Kirche in der Stadt-Gemeinde für den Stadtteil“ hielt, wurde daraus nichts.

Er zog uns mit wenigen Worten in den Prozess der katholischen Kirche hinein, der genau wie in der evangelischen Kirche die Zusammenfassung von Gemeinden bedeutet. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann kommt er zu einem ganz ähnlichen Schluss, wie der ev. Stadtdekan Dr. Knecht eine Woche zuvor: Die kleiner werdende Kirche wird sich nicht in kirchliche Zentren zurückziehen, sondern „vor Ort bleibt vor Ort“. Die unterste Ebene soll das tun, was sie selber leisten kann. Die nächste Ebene wird ihr die Arbeit nicht abnehmen, sondern sie dabei unterstützen. Was unten geht, soll auch von unten geklärt werden und es wird nicht von oben nach unten durchregiert.

Sein Ansatz begründet er aus dem (kath.) Subsidiaritätsprinzip, dem „Sprengschatz“. Ein Sozialprinzip mit politischer und gesellschaftlicher Bedeutung, dass die Selbstbestimmung auf der untersten Ebene erhalten möchte.

Gleichwohl sieht er, dass die 1000jährige Praxis nicht in kurzer Zeit verändert werden kann, zumal in der Katholischen Kirche ja immer weltumfassend gedacht und verändert wird. Er führt aus, welche Fragen von den Kirchenmitgliedern beim Prozess von den Gemeinden hin zur Großpfarrei sind. In Frankfurt werden aus 42 Gemeinden 9.

Die erste und meistgestellte Frage ist: Warum kann nicht alles so bleiben, wie es ist?

Weil es in Wirklichkeit schon lange nicht mehr so war. Die millieustarke Volkskirche gibt es gar nicht mehr.

Hin zur Kirche in der Stadt berichtet zu Eltz von dem Wort, das er Dr. Knecht zur Einführung gegeben hat: „Alles, was wir gemeinsam tun können, werden wir gemeinsam tun.“

Die klassische Aufteilung (ev.-kath.) ist für Menschen außerhalb der christlichen Kirchen nicht einsichtig. Nur eine Verständigung auf gemeinsamer Grundlage ist einleuchtend.

Alle, deren gemeinsames Zeugnis die Taufe ist, können über die weiteren Unterschiede ins Gespräch kommen. Ein Beispiel ist die Erwachsenentaufe, deren Aussagekraft von vielen aufgenommen wird und die zunimmt.

Soweit die Zusammenfassung von mir. Ich empfand diese Worte als sehr tröstlich in unserer Welt, die sich anlässlich kleinster Gründe spaltet und zu vernichten sucht. Einfach mal: Hier ist meine Hand, schlag ein und wir sehen gemeinsam weiter. DANKE

Nächste Woche auch sehr spannend: Janine Wissler

Predigten zur Fastenzeit

Schirme sind ab heute erlaubt bei Demos #Solidemo für #Blockupy

Hier kommen meine Eindrücke von dieser superguten Demo.
Viel Inhalt und klar antikapitalistisch ausgerichtet.

IMG_5194

Thema war oft: Der schwarze Block

Grundgesetz als Thema wegen der Verstöße dagegen durch die Polizei

Grundgesetz als Thema wegen der Verstöße dagegen durch die Polizei

Die EZB als Symbol für Bankfurt

Die EZB als Symbol für Bankfurt

Bau der EZB in der Kritik

Bau der EZB in der Kritik

IMG_5200

Hüte als Teil der passiven Vermummung wurde hier angesprochen

IMG_5201

Die IGM polterte erfrischend zum Auftakt gegen die Situation am letzten Samstag in Frankfurt

IMG_5202

Tja, Boris Rhein wurde schwer angegriffen, ausgebuht. Alle beglückwünschten sich, dass der nicht OB geworden ist.
Und Markus Frank verbirgt sich hinter seinem Pokerface. Das wird ihm diesmal nicht helfen.

IMG_5204

Radio Darmstadt nahm die Reden auf.
Die kleinen Sender werden immer wichtiger, wenn die großen Medien versagen

IMG_5205

Boris Rhein, die CDU tut sich damit keinen Gefallen.

IMG_5209

Passive Bewaffnung ist hier angesprochen. Wie lächerlich, gell, ist dieser Vorwurf.

IMG_5210

Man kann es gar nicht deutlicher machen. Wie unsinnig dieser Grund ist, für eine solche Gewaltanwendung.

IMG_5211

Grundgesetze wurden verteilt. Denn es geht ja um die Verletzung des Grundrechts vom letzten Samstag.

IMG_5212

Ein häufiges Thema-Dieser Mann schafft es nicht den Ärger abzubauen. Es wird immer ärger.

IMG_5213

Internationale Solidarität-Wie schön, dass sie immer wieder auftaucht. Sie ist so wichtig.

IMG_5214

Das Transparent spricht an, wie gefährlich es werden kann, wenn man den Staat gegen sich hat. Dabei hat man recht. Es hilft oft nicht.

IMG_5220

Die rote Frau aus der Türkei in Frankfurt. Eine gute Idee.

IMG_5216

Nowak hatte einen Wagen voller Getränke und Brot dabei. DANKE

IMG_5223

Der schwarze Block anders gedacht-schön kreativ

IMG_5221

Und er spendete auch Schatten

IMG_5227

Der schwarze angstauslösende Block- immer wieder Thema

IMG_5228

Die Lächerlichkeit passiver Bewaffnung stellte diese Waffe dar.

IMG_5229

Auch dieser Stock gehört zur Bewaffnung

IMG_5230

Schirme aller Art mit den lustigsten Ideen

IMG_5237

Jutta Dittfurth hielt ne spritzige Rede. Politisch und informativ. Besonders erschreckt hat mich die Schilderung, wie fies die Polizei die Demonstrantinnen verletzt haben, indem sie die Weichteile (Augen, Nasen, Gelenke) angegriffen haben und zum Teil lebenslange Schäden hinterlassen haben. Eine Kennzeichnung der Polizisten wäre notwendig und das forderte sie unter anderem.

IMG_5239

Hier ein Bild, was als“ Sündenblock“ mit anderen Bilder vorne weggerollt wurde in einem Block.

IMG_5240

Der Künstler trug es selber, dieses Kunstwerk über die Geschehnisse am letzten Samstag-beeindruckend

IMG_5241

Die gemütliche Spitze vorne weg

IMG_5243

Und das ist wohl die Frage der Fragen

IMG_5245

Hier wird auch der Polizeipräsident, der nur schweigt oder nichts beiträgt zur Klärung, genannt

IMG_5246

Abhängen war angesagt-Das hättet ihr auch letzten Samstag haben können.

IMG_5247

Inhalte aller Couleur kamen in die bemerkenswerten Höhen, denn die Strassen und Plätze sind unsere Strassen und Plätze.

IMG_5251

Das erklärt sich selbst

IMG_5252

Die Grünen waren ziemlich allein unterwegs. Sie war ja da- doch wo waren Die Grünen Frankfurts? Für deren Nichtposition bekamen sie die grüne Kartoffel verliehen.

IMG_5255

Urban Priol gibt nach dem kurzen spritzigen Auftritt schnell noch Autogramme auf Bäuche, Gipse,…

IMG_5258

Sinnbild der Verletzungen derer, die deshalb heute nicht teilnehmen konnten.

IMG_5259

Die Klassengesellschaft: Wollen wir so weiterleben?

IMG_5260

Tausende-fantastisch. Solidarität ist möglich !

Eine neue Kooperation für Frankfurt-in sozialer Verantwortung

Bild

Lesen Sie nur erst einmal die Einladenden auf dem kleinen Plakat ganz oben. Es ist in der Art bisher schwer vorstellbar gewesen, dass die großen Kirchen mit Occupy-Money  zu einer Veranstaltung aufrufen. Unterschiedliche Ansätze führen hier nicht zu einer Abgrenzung. Nein, gemeinsames Nachdenken über Lösungen aus verschiedenen Richtungen heraus machen gerade diese Kooperation so wertvoll. Und so lief auch der Abend gestern mit den unterschiedlichsten Fragen zum Thema „Was ist faire Kleidung“ nicht zum Aufplustern eigener Positionen, sondern zu einem erstaunten „Ach, so kann man es auch sehen?“ Und was mich freut ist, wenn sich alle TeilnehmerInnen beteiligen an der Diskussion oder ihre Fragen formulieren, sich eine wirklich einladende Atmosphäre entwickelt.

Die Fachleute, und dazu bitte jetzt die vier Namen auf dem Plakat nachlesen und deren Hintergrund, gingen in aller Ruhe auf alle Aspekte ein. So konnte ein Bogen von grundsätzlicher Gesellschaftsveränderung bis hin zu den praktischen Fragen gespannt werden.

Um was ging es nun eigentlich?

Diskutiert wurde darüber, was faire Kleidung ausmacht und wie die Produktion von Kleidung heute aussieht.

Dabei interessierte nicht nur der Aspekt der Beschaffenheit der Stoffe. Auch die Arbeitsbedingungen wurden mit einbezogen. Denn können wir noch zu Primark gehen, wenn die Näherin sich von einem ganzen Tag Arbeit nur 1500 Kalorien an Essen kaufen kann?

Wir haben alle von den furchtbaren Produktionsbedingungen gehört. Sie betreffen vor allem die Baumwolle. Sie stellt mit 2/3 aller Textilien in allen Bereichen(privat/gewerblich) den Löwenanteil. Auch die anderen Stoffe werden nicht nach zufrieden stellenden Kriterien hergestellt. Nur der sehr sehr kleine Teil an zertifizierten Betrieben kann nachweisbar saubere Kleidung produzieren und den ArbeiterInnen einen Lohn garantieren, der ein wirkliches Existenzeinkommen darstellt.

Was am Rande erwähnt wurde betrifft die Probleme mit der Wasserversorgung. Konventionell angebaute Baumwolle verbraucht enorme Wassermengen. Die wird es in Zukunft so nicht mehr geben.

Leider konnte dieser Punkt nicht vertieft werden. Die Landwirtschaft ist mit der konventionellen Anbaumethode an ihre Grenzen gelangt. Davon wird durch die medienwirksame Verteufelung der Gentechnik abgelenkt. Wer hat das schon im Blick?

Einen ansteigenden Anteil an sauberer Kleidung und aller anderen Textilien könnte durch veränderte Produktionsbedingungen vor Ort erreicht werden.Wenn uns der Einkauf und der Transport so teuer kommt, dass der Anbau und oder die Verarbeitung wieder bei den Verbrauchern selber angesiedelt wird. Und natürlich kann ein verändertes Konsumverhalten seine Wirkung entfalten.

Ich möchte daher hier an der Stelle Links anbieten, die zum Teil an dem Abend genannt wurden. Sich mit „sauberen Textilien“ zu versorgen ist nicht einfach. Zu verwirrend sind die unterschiedlichen Label und Siegel.

Die Beispielseiten zeigen gut worauf geachtet werden kann, sowohl unter sozialem Aspekt wie unter Fairtrade.

http://www.fair-trade-kleidung.com/

http://www.fairtragen.de/hersteller.php

http://www.manomama.de

http://www.kirstenbrodde.de

http://www.sense-organics.com

http://www.better-merchandising.de

Das ist die Firma von Herrn Gottwald, der auch die Arbeitsbedingungen hier in Deutschland für sich klar in mit der Familie vereinbaren Grenzen hält und damit die neue unternehmerische Verantwortung vorlebt. Er bietet übrigens auch Biohotelwäsche an.

Ihr wisst schon wo

Heute war ich auf dem Hausberg von Frankfurt. Eine kleine Runde um die Sternwarte und dann auf den Gipfel. Es war wunderschön bei -5°. Schaut selber

Jetzt weiß ich wofür die Pilze gut sind.

Jetzt weiß ich wofür die Pilze gut sind.

Schneebeeren

Schneebeeren

Den kleinen Kerl musste ich festhalten.

Den kleinen Kerl musste ich festhalten.

Noch mehr Kontrast geht gar nicht.

Noch mehr Kontrast geht gar nicht.

Das Weiß wächst dem Wind entgegen. Erstaunlich

Das Weiß wächst dem Wind entgegen. Erstaunlich

Dieser wunderbare Blick von oben.

Dieser wunderbare Blick von oben.

Aufbau einer Illusion – der Frankfurter Weihnachtsmarkt

Wer im Moment über den Römer kommt, muss ein ganz erstaunliches, alljährliches Geschehen auf seinem Weg berücksichtigen: Der Aufbau des Weihnachtsmarktes ist sehr maschinenlastig und alles anders als irreal. Da es nur noch um Konsum geht und darum für ein paar Minuten neben dem Geld auch seine schlechten Gefühle loszuwerden oder zu übertünchen, fand ich diese Bilder ganz passend.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ne Selbsthilfegruppe?

Frankfurter Dom in lauer Sommernacht cc WedernochGestern bin ich in einem feuchtfröhlichen Abend hängengeblieben im Metropol am Dom und habe dann hinterher noch die Ausgrabungen besichtigt in einer wunderbaren lauen Sommernacht. Frankfurt kann so schön sein.
Habt ihr mal die Turnschuhe gesehen, die vor dem Dom im Baum baumeln? Direkt darunter wurde nun die alte Hafenmole ausgegraben, die, wer weiß es schon genau wer mal angelegt hat. Bizarre Bilder ergeben sich im Licht der Lampen. Der wunderschöne renovierte Sandsteindom mit sanft gelber Beleuchtung, davor der Baum indem die schwarzweißen Turnschuhe baumeln, die Ausgrabungen mit den alten Gängen aus gefundenen Flusssteinen und dazu die Bagger, die die groben Schichten wegarbeiten sollen, jetzt aber seltsam verrenkt stillstehen. Im Hintergrund spielen Touristen mit der Lampe, die den Elch am Caricatura-Museum beleuchtet. Dadurch geht das Licht immer wieder an und aus und der Elchschatten an der Wand verschwindet, kommt wieder, verschwindet….Alles garniert von einem hässlichen Bauzaun, der wohl auch allzu genaue Einblicke in die Ausgrabung verhindern soll. Und wenn man dann noch Muße hat stehen zu bleiben, entwickeln sich zwangsweise Jahrhunderte übergreifende Gedanken.
„Ich denke, du willst was über die Selbsthilfegruppe schreiben?“
Ja, bin ja schon dabei. Das gehört dazu.
Denn das, was uns in dieser Gruppe verbindet, ist die Erkrankung an Arthrose. Sonst nichts. Und so treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, die sich sonst wohl nie über den Weg gelaufen wären.
Gestern war es also wieder so weit.

Wir hatten unseren Termin extra so gelegt, weil ein Mitglied demnächst operiert wird. Und vorher noch ein Treffen mit anderen, die geplagt sind davon? Ja! Man kann einfach mal sagen, wie weh alles tut und die anderen hören zu. Und wir bleiben nicht stehen dabei, sondern kommen fließend von einem Thema zum anderen fast wie ein Stammtisch. Nur mit mehr Distanz und vielleicht mehr Höflichkeit. Dieser Rahmen, der uns Austausch ermöglicht und auch Hilfestellungen für Neulinge, ist bei gegenseitiger Akzeptanz gut geeignet, um die positiven Teile des Anderen herauszulocken und die wunderbare Vielfalt sichtbar zu machen. Was alleine gestern an Themen auf den Tisch kam, ist begeisternd und umfasst nicht weniger als das Weltwissen. Erstaunliche Dinge beschäftigen die einzelnen TeilnehmerInnen. Und da wir nichts Gemeinsames außer der Krankheit haben, belastet den Austausch nichts. Keine Verwandschaftsbeziehungen oder Konflikte aus der Arbeit; es ist egal ob jemand sein Ei hart oder weich gekocht isst oder Krimis mag.
Das ist schon alles.
Raum für Beziehung und Austausch. Das hilft weiter. Wir müssen unsere Krankheit nicht außen vor lassen in dieser Runde, denn es ist unser Kitt. Doch bleiben wir auf der Entdeckungstour zum anderen nicht auf dieser Ebene stehen, sondern ziehen uns durch uns selber hinaus in „neue Weiten, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat“ (Raumschiff Enterprise).
Bevor wir uns im ungewöhnlich leeren Metropol trafen, besichtigten wir eine Ausstellung im Caricatura-Museum. Dort ist sind Exponate von Heidelbach, Droste und Klenk über die bissfesten Ansichten zur Verwurstung des Menschen zu sehen. Es gibt auch eine Abteilung zu Gemüse im Bereich der menschlichen Kultur und über den zur Erstellung der Ausstellung notwendigen Wein.
Mir persönlich haben nur ganz wenige Dinge wirklich was gesagt. Scheint meines Erachtens ein ziemlich männliches Konstrukt zu sein. Es haben aber auch Frauen über die Bilder und Skulpturen gestaunt und gelacht. Beeindruckt haben mich die 15 Zehen Knoblauch im Karpfenrezept für zwei Personen.
Mögliche Erwartungen an Kunst konnten nur bei einigen erfüllt werden, doch war es für uns andere ein Anlass über die Anstößigkeit der Ideen der Künstler nachzudenken und hat sich dadurch schon gelohnt.
Seit anderthalb Jahren gibt es diese Gruppe. Wir erkunden ganz Frankfurt auf unseren Touren zum Thema Kultur/Natur und Plausch. Nebenbei wächst unser Erfahrungsschatz über die Behandlung von Arthrose durch unsere eigene Erfahrung weiter an und wir haben LeidensgenossInnen. Eine wunderbare Idee.
Ermöglicht wird diese Gruppe durch eine Dachorganisation. Denn auch wir finden uns nicht aus Versehen. Das Deutsche Arthrose Forum gibt uns die Möglichkeit uns kennenzulernen und zu organisieren. Das Besondere bei diesem Forum ist, dass keinerlei Therapie als richtig propagiert wird und keine Werbung zugelassen ist. Auch die Leitung der Selbsthilfegruppe sollte keine Ersatztherapie anbieten. Nur der Austausch wird organisiert. Und so finden sich die lustigsten und auch gegensätzlichsten Ernährungskonzepte in der Gruppe wieder oder unterschiedliche Ansätze für eine psychische Unterstützung. Wir lassen uns so wie wir sind und nehmen und geben das Beste an Witz und Emphatie. Ich freue mich auf das nächste Treffen.
Wer sich uns anschließen möchte findet uns über die Regionalgruppe Frankfurt unter dieser Adresse: http://www.deutsches-arthrose-forum.de/portal/rel00a.prod/deutsches-arthrose-forum/stat/portal/main.html

Haut die Leute da raus Das #Occupy-Camp braucht Hilfe

Das ist der Text von Occupy-Frankfurt:
In dringlicher Angelegenheit!
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
wir befinden uns in Geldnöten. Kurz vor den Aktionstagen im Mai hat uns das Ordnungsamt eine
Auflistung der Kosten gemacht, die wir zu tragen hätten. Dabei konnten wir aushandeln, dass wir
zehn Couchs kostenlos auf dem Camp behalten dürfen. Weitere Nachlässe waren nicht zu erwirken,
wir schätzen die Kosten, die auf uns zukommen, auf mindestens 10.000€. Ansonsten steht unserer
aktueller Kassenstand bei ca. 250€, morgen werden 160€ für die Toiletten fällig.
Das Ordnungsamt fordert diese Summen auf Basis der sogenannten „Gorleben Beschlüsse“, einer
Überarbeitung des Versammlungsgesetzes, die im Rahmen der Proteste gegen das Atomendlager in
Gorleben stattfand. Diese Beschlüsse legen unter anderem fest, dass der Leiter einer öffentlichen
Versammlung die Kosten für Müll und Entsorgung selbst zu tragen hat. Das wird pro Monat mitten
in der Innenstadt, in der wir uns befinden, tausende Euros an Kosten verursachen, da uns auch viel
Müll von außen zugetragen wird.
Weitere unverzichtbare Ausgaben sind Strom- und Wasserkosten, Nahrungs- und Putzmittel und die
Finanzierung von Demonstrationsaktionen.
Gleichzeitig werden die Fristen, für die unser Camp verlängert wird, immer kürzer. Wurde in der
Vergangenheit noch meist über zwei Wochen hinweg genehmigt, waren die letzten beiden
Verlängerungen gerade einmal acht Tage und darauf folgend fünf Tage lang.
Unter diesen widrigen Bedingungen müssen wir nun aushalten, bis der 16. Mai das europäische und
globale Geschehen ganz auf Frankfurt fokussiert. Eine Räumung oder ein Untergehen des Camps so
kurz vor diesen entscheidenden kommt nicht in Frage! Wir bleiben.
Wir bitten euch daher genau jetzt, in den kommenden zwei Wochen, all eure verfügbaren Kräfte zu
mobilisieren und die Bewegung in Frankfurt massiv zu unterstützen. Wir sind dabei momentan
insbesondere auf Geldspenden angewiesen. Eine Alternative sind ein paar sehr gute frewillige
Anwälte. Leider verweigert und das Finanzamt bis heute die Bekundigung der Gemeinnützigkeit
des Vereins. Insofern waren wir nicht in der Lage, uns juristisch angemessen auf die aktuelle
Situation vorzubereiten und unsere Versammlungsanmelder gebührend in Schutz zu nehmen.
Unsere zwei schwangeren Frauen, die unschön als „die Rumäninnen“ bekannt sind, werden von uns
sämtliche aufwendbare menschliche und materielle Hilfe zur Entbindung und Erziehung ihrer
Kinder erhalten. Das ist für uns eine menschengegebene Selbstverständlichkeit in einer
Gemeinschaft. Hierfür erbeten wir Sachspenden der Bevölkerung in Form von Windeln, Babypuder,
Anziehsachen,
Im Namen der weltweiten Occupy-Bewegung:
Solidarität mit dem Camp in Frankfurt JETZT!

Blockupy auf der Hauptwache 13. 4. 2012

Heute war die Pressekonferenz von Blockupy an der Hauptwache.
Selbst Schauzelte durften nicht aufgestellt werden.
Es war aber genau wie immer sehr friedlich.
Interessant ist das Bündnis, das es diesmal schafft sich an einen Tisch zu setzen.

+BLOCKUPY FRANKFURT , das sind Gruppen und Aktivist_innen aus der Occupy-Bewegung, den Erwerbsloseninitiativen und Krisenbündnissen, Gewerkschafter_innen, Attac-Aktivist_innen, aus der Umwelt- und Friedensbewegung, antirassistischen und migrantischen, antifaschistischen Initiativen, Gruppen und Organisationen der radikalen Linken, Jugend- und Studierendenorganisationen, Aktivist_innen der verschiedensten lokalen Kämpfe, linker Parteien.

Es waren wieder einmal „nur“ Männer und eine dementsprechende Diskussionskultur – aber so ist es eben. Wir sind noch nicht weiter.
Zumindest als Bodenposter kam Deutschlands Rolle in der Waffenproduktion und dem Waffenhandel vor. Meine Sorge, dass dieser Wahnsinn auch noch radioaktiv ummantelt nicht aufhört, ist eben sehr groß. Und es ist eine Folge unseres aus der Kontrolle geratenen Systems.

Diese Diashow benötigt JavaScript.