Frankfurt bleibt bunt

Unglaublich viele Menschen waren dem Ruf des Römerbergbündnisses gefolgt. Es wurde richtig eng auf dem Römer und wir wissen nun, dass wirklich 10 000 Menschen dort demonstrieren können. Mehr eher nicht.

Ich habe mich über die Reden zum Teil geärgert. Zum Teil waren sie gut. Mia Lehmann vom Stadtschülerrat hat mir mit der direkten unverkrampften Aufforderung nicht zu zusehen, sondern aktiv zu werden gut gefallen und sie nannte auch die Parteien als Verursacher für viele Probleme, denn sie machen die Gesetze. Nett auch anzusprechen, dass manche Lehrer viel falsch machen im Unterricht in diesem Punkt Rassismus. Da sprach sie mir aus der Seele sozusagen.

Frau Eskandari-Grünberg erzürnte mich mit dem ungefähren Ausruf: „Wir sind eine tolerante Stadt-aber die an der Hauptwache gehören nicht dazu.“ Was alles in Frage stellt. Wo ziehe ich die Grenzen zu denen, die dann nicht mehr in die tolerante Stadt gehören? Wäre es nicht besser, uns aufzurufen in Ruhe sich gegen zerstörende Tendenzen innerhalb der Bevölkerung zu stellen und ein Klima aufzubauen, wo die Andersdenkenden zwar ihren Platz haben, aber nicht viel anrichten können?

Die Rede der Pröbstin Scherle ging mir an dem Punkt nicht weit genug, dass sie ausschließlich vom Asylrecht sprach. Das kommt aber gar nicht oft zum Tragen. Wir brauchen Einwanderungsgesetze. Nicht ein verändertes Asylrecht. Und der zweite Punkt, der mir nicht einleuchtet: Die Verknüpfung von asozialem Verhalten mit wirtschaftlich verschlechterten Bedingungen. Also, wenn die Wirtschaft weiter runterfährt, dann ebnet ihr den Weg für Rassismus,… Das trifft meines Erachtens nicht den Kern. Ich habe die Verantwortung für mein Tun in jedem Fall, egal, wie gut oder schlecht es mir geht. Ein Beitrag zu einer weiterführenden Idee kommt aus der Goethe-Uni: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Wissenschaftler-der-Goethe-Uni-Wir-brauchen-Zuwanderung;art675,1189350

Ich möchte aber gar nicht weiter die Reden betrachten, dabei müsste der OB ganz gut wegkommen und Stephan Siegler mit dem Versuch uns auf die Ebene von Pegida runterzuziehen mit der Aufforderung „Wir sind das Volk“ zu rufen, ganz ganz schlecht…..

Also, ich habe die selbstgebastelten Schilder mitgebracht. Leider nicht wirklich scharf, da es schon dunkel war. Trotzdem zeigen sie, was den Menschen wichtig war.

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