Vereine, die Hilfe brauchen?

Brauchen Vereine oder gar Verbände Hilfe durch eine/n Freiwilligenmanager/in?

„Bitte, wie???“oder hessisch: HÄ?

Na, wenn Ihnen die Ehrenamtlichen ausgehen oder niemand mehr die Vorstandsarbeit machen möchte, dann gibt es doch eine unübersichtliche Anzahl von Problemen.

„Ja, und? Da brauchen wir doch nicht eine/n, der uns sagt, wo es langgehen soll. Das sind doch die Verhältnisse. Heute will doch niemand mehr sich engagieren. Ach hör doch auf. Was soll das bringen…“

Na, gut. In diesem Fall geht der Verein eben den Bach ab. Wer sich nicht auf den Weg machen möchte und lieber meckert, der bleibt auf der Strecke.

Schauen wir uns das doch mal genauer an. Ist das denn wirklich so, wie oben beschrieben? Wollen heute weniger aktiv sein? Wollen weniger einen Job ehrenamtlich/freiwillig übernehmen?

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Um diese Fragen ging es bei dem Vortrag auf der Landesgartenschau Gießen. Organisiert hatte ihn das Freiwilligenzentrum für Stadt und Landkreis Gießen e.V.  Den Vortrag hielt Heinz Janning von OptionBE aus Bremen. Ich halte ihn schlicht in diesen Fragen gerade für eine der Kapazitäten in Old Germany.

Mit meinem Beitrag möchte ich Appetit machen auf mehr. Es gibt für die Fragen Lösungen. Nur zu. Wenden Sie sich an ihn oder vergleichbare Größen. Das kann wieder was werden.

In der Bundesrepublik werden immer weitere Vereine gegründet. 1960 waren 88.000-2014 sind es 600.000. Jedes Jahr kommen ca. 15. 000 dazu. Und die haben alle einen Vorstand, der arbeitet.

Von den 14-30 Jährigen haben sich 1999 ca 31% engagiert und 2009 waren es 40%.

Also nichts da mit weniger Engagierten. Das sind Klischees, die benutzt werden um von den eigentlichen Fragen abzulenken.

Denn der und die, die sich heute engagieren möchten haben andere Vorstellungen über das Wie:

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Wenn also Ernst sagt: „Eine Tagesordnung, die brauchen wir hier nicht. Ich muss den ganzen Tag mit Tagesordnungen arbeiten, hier nicht.“

Dann wird er damit andere, die an diesen Punkt anders herangehen und sich vorbereitet in eine Sitzung stürzen möchten, ausschließen. Mich ärgert so etwas auch. Meine Lebenszeit möchte ich gezielt verwenden und nicht verlabern oder zumindest mich darauf einrichten können.

Wenn sich also Gewohnheiten eingeschlichen haben, die aus unerklärlichen Gründen dazu führen, dass niemand mehr kommt oder niemand Verantwortung übernehmen möchte oder schnell wieder geht, dann ist es Zeit das „Vereinshaus zu richten“ für die neue Zeit.

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Dazu gehört ein Perspektivwechsel. Schauen Sie doch einmal aus Sicht der Neuen auf ihren Verein. Ist das attraktiv? Also nicht die Aufgaben mit Leuten füllen, sondern schauen, was kommen denn da für welche und was möchten sie tun?

Oder: Sie haben für sich eine geeignete Art und Weise gefunden sich zu treffen. Doch obwohl alle glücklich sind, kommt niemand dazu. Dann ist es durchaus richtig jemanden hinzuzuziehen, der die Befähigung hat draufzuschauen und eine Diagnose zu stellen für ihre Situation. In diesem Falle: Es trafen sich die Mitglieder reihum im Wohnzimmer. Nur, wie viele haben so eine Möglichkeit 15 Leute in ihr Wohnzimmer zu bitten? Vielleicht bleiben sie dann dabei und entscheiden, dass alles richtig ist. Und geben den Traum nach weiteren Mitgliedern auf. Sie können dann besser entscheiden und einschätzen, wie die Lage ist.

Ein/e FreiwilligenmanagerIn, ein FreiwilligenkoordinatorIn kann die Räume aufzeigen, in denen eine Veränderungsmöglichkeit liegt.

Hier ein paar Ideen ganz kurz zur Vorstandsarbeit. Zum Beispiel: Nicht „last-minute-Angebote“ machen oder die Drückerkolonne spielen, sondern in Ruhe vorbereiten.

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Ok, das war nur ein Schnipsel von allem, was da an Ideen vorhanden ist. Vielleicht kann ich Ihnen Mut machen an die Fragen heranzugehen und doch noch eine Verbesserung einzuleiten.

Richten Sie Ihre Fragen zum Beispiel an Herrn Janning von www.optionbe.de

Oder hier in Hessen an Stephan Würz von der LandesehrenamtsAgentur

Oder Ihre AnsprechpartnerInnen vor Ort

Vielen Dank an das Team auf der Landesgartenschau und besonders an

Patricia Ortmann und Claudia Schön-Kastner
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