Die es immer besser wissen

Wieder einmal bin ich an meine Grenzen gekommen.
Ich finde es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen.
Oft, so erlebe ich es, werden Grenzen in einem berührt, doch da man sie nicht kennt, hält man sie für das Allgemeingültige und beurteilt, handelt, entscheidet danach. Dabei wären vielleicht die Ängste, die diese Grenzen abstecken mit Hilfe anderer zu bearbeiten und womöglich ist die Grenze zu verschieben? Oder man erkennt, ja hier ist meine Grenze und deswegen möchte ich die Sache/ Beziehung gerne so gestalten.

Gerade hatte ich ein Gespräch mit jemandem, dem ich einen Vorschlag gemacht habe. Er hat ein konkretes Problem genannt und aus meiner Erfahrung heraus habe ich einen möglichen kleinen Schritt anzubieten, der eventuell weiterführen kann.
Doch ich merkte, dass mein Vorschlag innerlich abgelehnt wurde.

Das wäre nicht weiter schlimm, doch war zu spüren, dass es keine inhaltliche Auseinandersetzung gab. Es wurde abgelehnt, weil ich es einbrachte? Oder, weil man weiß, wie die Dinge zu sein haben und diese Neuigkeit eben nicht in das Schema passt?
Dieses „schon wissen“, wie die Dinge sind, bringt mich an meine Grenzen. Es wird nicht offen zugehört, es wird nicht mitgedacht, denn man weiß es ja, wie es zu sein hat. Und an diesem Brett im Kopf(Betonkopf) da komme ich dann an meine Grenzen.
Wir haben nicht die Zeit für solch eng abgesteckten Denkgewohnheiten. Zuhören und wertschätzen ist das, was wir heute brauchen im Umgang miteinander.
Klar, der Staat und darin das Bildungssystem machen es uns nicht vor.
Wie unzufrieden wir mit dieser Art der Beurteilung von uns sind, spüren wir tagtäglich.

Ich habe nicht die Kraft mich immer und immer wieder an diesen Betonköpfen abzuarbeiten. Das tut mir nicht gut. Was bleibt dann?
Flucht in andere Bereiche, Aktivitäten?
Im Job flieht man in die Ohnmacht? Denn oft ist gerade der Chef derjenige, der weiß wo es langgeht und auch noch die Struktur hinter sich hat um alles aufzuhalten.
Gerade eben kann ich nicht sagen, was man tun kann.
Die Realität ist so gemein hart.
Bei sich bleiben ist sicherlich das Richtige und nicht zuviel zweifeln.
Denn an der Entwicklung werden sich die Betonköpfe die Zähne ausbeissen.
Ich muss nur die Geduld für deren Entwicklungsweg haben.
Und mit den Füßen abstimmen wird auch helfen.
Einfach gehen, weitergehen.

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