Neue Geldordnung? Ein Abend mit Occupy-Money in Frankfurt

Ist das nicht zu kompliziert? Was kann ich schon über  das Geldsystem nachdenken, wenn ich den ganzen Quatsch nicht richtig verstehe?

Und dann bebildert Samirah Kenawi die Entwicklung der Geldwirtschaft so begreifbar, wie ich es vorher nicht gehört habe. Nach der Hälfte des Vortrages verstehe ich, wieso unser System sich so entwickelt hat und sehe mich bestätigt, dass die Wirtschaftsmänner in der Regel konservative Denker und Werker sind, denn sie haften an den Vorstellungen des Mittelalters fest.

Nach der zweiten Hälfte habe ich gehört, wieso das Kreditsystem und nicht die Münzprägung von damals überlebt hat und wie der Staat seit 1967 sich für die Aufrechterhaltung dieses unsinnigen Systems zur Verfügung stellt, damit Mehrwert/Profit weiter angehäuft werden können. Oder auch, dass die „Profite“ erst die Verschuldung erzwingen.

Wow, das war gar nicht so schwer.

Und nun ist die Frage, was macht man damit?

Einmal ist da die Vorstellung, dass die Finanzblase mal anders platzt als bisher. Die Banken dann nicht mehr auszahlen und wir für eine Weile ziemlich doof dastehen, weil unsere Versorgung nicht mehr zu organisieren ist. Das wurde diskutiert. Wird es dazu kommen? Was könnte man in diesem Falle tun? Sind Tauschsysteme, die hier und dort entstehen ein Weg uns zumindest durch diese Zeit zu bringen und uns zu solidarisieren?

Wie kann die Zukunft aussehen, wenn es so wie bisher weiterläuft? Werden neofeudale Strukturen entstehen mit Leibeigenschaften, wie es sie heute ja schon gibt?

Das sind nur einzelne Aspekte, die mir eben von diesem Abend wichtig waren und für die es keine fertigen Antworten geben kann, denn allein die Erfassung der komplexen Fragen dauert einfach länger.

Um an diesen Punkten weiterzuarbeiten hat Occupy-Money zum nächsten Treffen geladen. Es ist am 16. April 2012. Auf der Webseite kann man den Ort und alles weitere nachlesen:

http://www.occupymoney.de/

Diese Veranstaltung wird in den Sommer verlegt wegen der Umbruchsituation hier in Frankfurt

Die nächste Veranstaltung ist im Dominikanerkloster:

Finanzplatz Frankfurt – Bedrohung oder Chance?

Podiumsdidskussion mit den kommunalen Parteien nach der OB-Wahl

Termin: 23.04.2012 um 19 Uhr

Der letzte Satz ist das, was Hajo Köhn dann in die Runde gab: Sich um die Gemeinsamkeiten zu bemühen und nicht immer und immer wieder das Trennende hervorzuheben.

 

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