Die Macht verzehrt den, der sie nicht hat. #unibrennt

Dieses Zitat trifft auf die Angehörigen der Frankfurter Uni zu, die in Frankfurt derzeit von einer Anzeige bedroht sind und sich mit einem enormen Kraftaufwand dagegen wehren. Zu Recht wehren sie sich und wenn gefühlt das Zitat von Andreotti auch stimmen mag, so ist doch diese Anstrengung notwendig, um gerade das Machtverhältnis zu ändern.

Denn nicht das undemokratische Verhalten der Machthabenden mit ihrer Möglichkeit die Medien umfassend zu beeinflussen haben Recht, sondern die, die gegen die sich ständig verschlechternden Studien-und Lehrbedingungen an der Uni wehren. Nun steht heute in der Zeitung, dass 118 Dozenten der Uni den Präsidenten auffordern, die Anzeigen gänzlich und ohne Bedingung zurückzuziehen. Lest hier

Im Präsidium war man sich wohl klar geworden darüber, dass eine Verurteilung wegen Sachbeschädigung,… wohl gerade bei denen, die aus dem Casino geräumt wurden nicht nachzuweisen ist und man da auf wackeligen Füssen steht. Statt dessen wollte man nun die Anzeigen zurückziehen und um nicht das Gesicht zu verlieren vor denjenigen, die doch strenges Durchgreifen in diesem Beispiel für notwendig erachten, legte man den angezeigten Uniangehörigen einen Wisch vor, der von ihnen verlangte, sich gegen Gewaltanwendung auszusprechen.

Na, dachte ich, das ist doch ok. Die wollten sowieso keine Gewalt. Die Gewalt wollten und die Farbe versprühten, das waren die Chaoten, die bei jeder Menschenansammlung für Schaden sorgen. Ob im Fussballstadion oder in der Schule.

Nun steckt da aber was dahinter und deswegen ist es nicht ok, wenn die Angezeigten schnell mal unterschreiben. Tun sie das nämlich, dann sagen sie damit, dass sie vorher durchaus bereit gewesen wären Gewalt anzuwenden. Schlecht!

Und was noch dahintersteckt ist, dass die Uni einen Verhaltenskodex einführen möchte. Der soll von den Studierenden in Zukunft bei der Immatrikulation anerkannt werden. Darin steht dann der Verzicht von bestimmten Aktionen und Handlungen, die gegen die Uni gerichtet sind. Was immer das dann auch sein. So etwas nennt man Maulkorb.

In Baden-Württemberg und Bayern war die StudentInnenschaft eine zeitlang komplett verboten.

Das wurde dann wieder geändert, weil eine so Universität nicht arbeiten konnte. StudentInnen, die nichts zu sagen haben. Ist es das, was Herr Müller-Esterl gerne haben möchte? Es hat nicht funktioniert. Fragen Sie in Baden-Württemberg nach.

Demokratie ist für die Heranbildung einer lebendigen Universität  absolut notwendig. Und die scheint im Präsidium zu fehlen. Denn während der Senat noch überlegte, wie er mit dem Vorschlag des Präsidiums umgehen möchte, lies dieses schon an die Presse herausgehen, dass der Senat einverstanden wäre. Was den Senat verärgerte. Wieso tut das Präsidium so etwas?

Kann es sein, dass sich die Machtverhältnisse schon geändert haben und nun das Präsidium verzehrt wird?

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