Ein Spaziergang mit Moschee

Am Sonntag war ich spazieren. Es war 14 Uhr, das Wetter kalt aber wunderschön und sogar Sonne. Ich marschierte los, stapfte durch den Schnee und kam in Frankfurt-Hausen an.

Die Kälte zu vertreiben, suchte ich ein offenes Café. Und dann war es wie einst in Bonn, als diese Stadt noch Bundeshauptstadt war- alles war zu oder schloss gerade. Wie bitte? Ich kann die Frankfurter City in wenigen Minuten von Hausen aus erlaufen. Wie kann da alles zu haben?
Na, nette Leute verhalfen mir dann zu einem Tipp. Da sei noch ein Italiener, vielleicht dort?

Es war kein Italiener mehr, sondern türkisch oder marokkanisch. Da ich die Schriftzeichen nicht lesen kann oder gar die Unterschiede erkenne, bleibe ich da einfach offen. Ich brauchte einen Kaffee und was zu essen. Alles wurde schnell und prima zubereitet. Die Gaststätte ist denkbar einfach ausgestattet und hatte doch was.
Während ich in meinem Kaffee rührte, kamen eindeutig Gläubige und verzogen sich in einen Nachbarraum.
Stimmt, hier gibt es ja eine Moschee.
Von der Autobahn aus kann man die grünweiße Spitze mit dem goldenen Halbmond sehen. Wie sieht sie denn sonst noch aus? Diese Frage setzte sich in mir fest und wieder auf der Straße nach einer wirklich netten Erfahrung, suchte ich die Moschee.
Am Eingang zu dem Gelände traf ich auf einen jungen Mann, der mir half die Inschrift zu lesen, die das Gebäude ziehrt. Es sei der Name von dem, der sie erbaut habe. Und ich könne ruhig mal alles ansehen gehen.

Moschee in Hausen

Na, bis in die Räume unten, wo Lebensmittel verkauft werden habe ich mich nicht getraut. Und in die Gebetsräume auch nicht. Doch getroffen habe ich nette Menschen. Junge Männer, die sich mit Schnee bewarfen und lachend irgendwohin gingen. Alles was ich sehen konnte war wunderschön und sehr eindrucksvoll gearbeitet. Es ist ein Schmuckkästchen. Damit ihr auch mal was sehen könnt, habe ich die Internetseite gesucht und auch dort nur bestes gefunden. Klasse gemacht.

Womit ich nicht zurechtkam, war, dass ich als einzige Frau da herumlief. Ich lebe im Alltag eher mit Frauen um mich herum. Da war mir diese ausschließliche Männerwelt, auch wenn sie mir freundlich gesinnt war, einfach zu verunsichernd. Vielleicht gibt es mal einen Tag der „Offenen Tür“ an dem ich etwas unbefangener gucken kann.

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