Entblättert-Ein gemächlicher Informationsweg

Gestern stolperte ich über etwas ganz alltägliches.

Eine Litfasssäule wurde von all den Plakaten und Anschlagzetteln gesäubert.Und die Säule-heute mit neuem Plakat- sieht ohne diese ganz nackt aus.

Da lagen dann feste, buchähnliche Scheiben aus Papier und Kleber.

Der Anblick dieser ausgefransten Ecke zeigt, wie viele Schichten es mal waren.

Um diese Anschläge und Bekanntmachungen zu entfernen, musste jemand mit einer Flex kommen. Sie einschneiden und herunterbrechen. Nun liegen all die Informationen als sehr schwere Platten da. Die Idee der einzelnen Plakate und die Leichtigkeit, die Vorübergehenden irgendeine Neuigkeit präsentierte, sind vollkommen verschwunden.

Gerde jetzt reizt es mich zu erfahren, was wohl das erste Plakat gewesen sein mag.

Das kann ich nicht. Es ist alles so verklebt, dass ich keine Chance habe genau dies anzusehen.

Was war denn mal so wichtig und interessant, dass es uns jemand auf diese Weise mitteilen wollte? Konzerte, Oper, Ausstellungen, oft ist es Kunst, auf die wir aufmerksam gemacht werden. Also Informationen, die viele ansprechen kann und die auch länger halten, als unsere Tweets.

Die Litfasssäule ist, was Informationen angeht, die langsamste Veröffentlichungsweise.

Das Bedürfnis sich zu informieren ist allgegenwärtig. Da läuft man zur Bahn, einkaufen oder zum Nachbarn und hat eine neue Idee im Vorbeigehen. Ich hoffe, diese gemütliche Einrichtung besteht noch eine Weile.

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