Aus – aus?

Jetzt gab es doch noch ein hartes Ende für mich und die Leseförderung.

Ich bin noch ganz getroffen.

Erstaunlich mal so viel Krawall geschlagen zu haben, dass man aus der Schule entfernt werden kann. Hört man doch sonst nur von anderen. Ich bleibe dabei, in der Sache habe ich recht. Das hilft mir nur nicht, denn die Struktur erhält sich selbst. Und grundsätzliche Kritik ist nur auf bestimmten Wegen und nur durch bestimmte Personen gültig. Was mich auch bedenklich stimmt ist, dass niemals über die Kinder gesprochen wurde. Die fragen nach mir. Ich konnte mich nicht einmal verabschieden. Was habe ich getan: Ich habe mich auf unkonventionellem Wege dafür eingesetzt einen Mathelehrer an die Schule zu bekommen, weil sich mir die Möglichkeit anbot. (Ich sei ein Nestbeschmutzer.)

Dann habe ich versucht, die Berichte über einen schrecklichen, mitunter rassistischen Lehrer zu sammeln und etwas gegen ihn zu unternehmen. Da war die Struktur davor und ich konnte nicht viel erreichen. Für die Kinder war es ein Segen, endlich mal ernst genommen zu werden. Und dann habe ich mich gegen die Maßregelungen einer Bibliotheksleiterin gewehrt, die unser Projekt mehr und mehr einschränkte oder willkürlich dazwischen funkte. Ich rede schon gar nicht von Unterstützung.

Das war es.

Und ich stehe zu meinen Positionen nach wie vor. Ich bin gestern ungebeugt und ungebrochen aus der Sitzung. Nicht aus Hagestolz, sondern weil ich weiß, dass das so nicht gut ist für die Kinder. Dabei bleibe ich. Auch wenn ich dafür zum gesellschaftlichen Müll geworfen werde. Der Müllplatz ist oft genug ein Anstoß.

Aber dann hört auch noch dieser Kurs auf.

Das ist nicht gerecht!

Na, das Leben ist nicht gerecht. Ich weiß!

Ich habe in dieser Zeit sehr viel positive Zuwendung erfahren, jawoll!

Darauf baue ich auf.

Ich war ja in Italien. Die haben mit ihrem Berlusconi ja auch so ihre Probleme. Und es entstehen überall so kleine wilde Piratensender oder Initiativen gegen den Wahnsinn. Das hat mir sehr gefallen. Vielleicht entwickele ich ja auf dem Müllplatz eine Idee für so etwas.IMG_1445


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5 responses to this post.

  1. Posted by AnneS on 27. Oktober 2009 at 22:39

    Hi Du Liebe!

    Wir werden erstmal weiter kämpfen – für die Kit´s! Weiter – auf dem Weg, auf den Du uns (und das liebe „Schneeweisschen“) gelenkt habt……
    Im Moment ist Revolte angesagt, natürlich in einem vertretbaren Rahmen!!
    Und: von wegen Müllplatz!
    Bleib weiter unbeugsam und unbequem und DU!

    Antwort

  2. Posted by AnneS on 27. Oktober 2009 at 22:42

    Hi Du Liebe!

    Wir werden erstmal weiter kämpfen – für die Kit´s! Weiter – auf dem Weg, auf den Du uns (und das liebe „Schneeweisschen“) gelenkt habt……
    Im Moment ist Revolte angesagt, natürlich in einem vertretbaren Rahmen!!
    Und: von wegen Müllplatz!
    Bleib weiter unbeugsam und unbequem und DU!
    AnneS

    P.S. Der Lehrer war nicht nur rassistisch sondern wurde auch handgreiflich- das hast´e nicht erwähnt!

    Antwort

  3. Es mag sein, dass das LEBEN (un-)gerecht scheint – dabei sind es „nur“ die Menschen. Ich finde es WESENTLICH wichtig(er) als alles Andere, sich selbst treu zu bleiben. Neulich las ich: Es stimmt garnicht, dass alle Fische mit dem Strom schwimmen – was ist mit den Hechten, den Haien und den Lachsen? Eben.

    Ermutigende Grüße
    Vero samt Kater

    Antwort

  4. Posted by Schweeweisschen on 30. Oktober 2009 at 01:02

    Hei Du,

    Du bist nur scheinbar gegen Mauer angestoßen. Die Mauer war sicherlich von der Schulhierachie aufgebaut, aber dahinter hat es doch gebrodelt. Scheinbar ändert sich nichts – aber es ist wie mit einem Stein, der ins Wasser geworfen wird. Der Stein ist weg – nicht mehr sichtbar, aber die Wellen die der Stein ausgelöst hat, schwingen weiter. In diesem Sinne glaube ich, dass es irgendwann doch zu einer Veränderung kommt. Oft ist es ja auch so, dass diejenigen die was verändern wollen, an Grenzen stoßen, aber für die nachfolgenden Menschen und Kinder können die Veränderungen – wenn auch später – tatsächlich eintreten. In diesem Sinne: Nur Mut und nicht aufgeben – es findet sich immer wieder ein neu Weg!

    Pass auf dich auf!

    Schneeweisschen (oder auch IGeL)

    Antwort

  5. Posted by AnneS on 1. November 2009 at 22:22

    Ha, ha ….was haste nun von mir? Das „Schneeweisschen oder den IGeL??
    Und: Du hast recht – nichts wird mehr so sein wie vorher ….Panta rhei….und schone Deine Stimme 🙂
    Wir werden vielleicht weitermachen, wie und überhaupt entscheidet sich Morgen!! Für uns und für dass was ihr beide „vorgelegt“ habt. Wäre schade, wenn das „den Bach runtergeht“……
    Wir vermissen Euch!
    Ein Dicker „Schmatz“ an Euch Beide 😉
    Eure
    AnneS
    Ich liiieeebe Blog´s….(ne, nicht alle!)…aber manche,,,,

    Antwort

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