Eins hinter die Ohren

Gudrun Pausewang wurde in der aktuellen „echt“ interviewt. Sie wird im November für ihr Lebenswerk von der Deutschen Akademie für Kinder-und Jugendliteratur geehrt. Die „echt“ ist ein Blättchen der Evangelischen Kirche und liest sich recht gut. Besonders die Beiträge von Connie Gerlach (schreibt auch in der Brigitte) fließen regelrecht.

Die Bücher von Frau Pausewang sind für mich ein Graus. Ich weiß, dass ich jetzt von vielen eines hinter die Ohren bekomme, doch in meinem Blog werde ich es ja mal schreiben dürfen. Sie drückt für mich den, in den Medien so präsenten Teil der Mitmenschen aus, die sich aus Angst vor der Zukunft allen neuen Technologien verschließen. Ich denke auch über die negativen Seiten der Technologien nach und befürworte wo es geht, ein Mitspracherecht aller Betroffenen. Was in meinen Augen nicht geht, ist, dass die Moderne, beginnend bei Benjamin Blümchen so gleichmäßig schlecht gemacht werden darf. (Über die Technikfeindlichkeit in dieser Reihe gab es mal eine Sendung im Deutschlandfunk. Oder auch in Jugendfilmen wie TkkG.) Greenpeace ist folgerichtig auch eine Organisation über die ich mich aufrege.

Das scheint jetzt gar nicht verständlich?

Ich habe eine große Freude an den Entwicklungen, die wir Menschen seit der Entstehung hervorgebracht haben. Es hat zu enormen Erleichterungen auf allen Gebieten geführt. Wir können es uns sogar leisten, unsere Ernährung durch wenige Bauern zu sichern. Mit den entsprechenden Maschinen werden uns gefährliche und anstrengende Arbeiten abgenommen. Wir können uns Büchern widmen und dem WEB2.0. Das möchte ich allen Menschen auf dieser Welt gönnen. In diesem einen Punkt stimme ich mit Frau Pausewang überein: Frieden ist das, was wir brauchen.

Doch diese Einstellung, dass wir Menschen furchtbarste Sachen entwickeln und alle in Gefahr bringen, ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass wir immer älter und immer gesünder sind. Wir! Nicht die, die unter den Bedingungen leben, die wir zum Glück hinter uns haben. Unser Problem zukünftig ist eine Vernichtung des Bodens als Anbaufläche durch die konventionelle Landwirtschaft. Es gibt auch im Bioanbau diese Fragestellungen. Als Winzer, der vielleicht bekannt ist, hat sich Heymann-Löwenstein (Mosel) nach Jahren wieder vom Bioweinanbau abgewandt, weil die Spritzerei mit Kupfer eben auch zu den systemischen Mitteln gehört und den Boden verändert.

Wir haben eine Organisation in Europa, die kontrollieren soll, was zum Beispiel im Gentechnikbereich erlaubt sein soll und was nicht, die Efsa.

Greenpace verunglimpft diese Organisation und deren Wissenschaftler sogar persönlich. Warum? Sie unterstellt, dass sich alle der Industrie unterworfen haben und von ihr bezahlt werden. Hä????Warum sollten wir sie dann als Kontrollorgan einsetzen. Ich höre schon, was da jetzt als Einwurf kommt. Sehen Sie, wie das funktioniert? Warum sind die Menschen im umliegenden Ausland eigentlich nicht so schräg drauf wie wir?

Haben die wirklich alle keine Ahnung?

Was ich damit sagen will ist, es geht nicht, dass wir pauschal alles ablehnen, nur weil wir uns nicht schlau machen. Unsere Schulen sind alle grün und greenpeacessig, ohne dass wirklich geschaut wird, was denn nun wohl stimmen mag. (Beispiel Klimawandel: wird es nun kälter oder wärmer, und was ist die Ursache? CO2 oder gar H2O? )Hauptsache der Rubel rollt und die Kasse klingelt. Wie google ist greenpeace überall und sammelt für die zum Teil völlig hohlen Aktionen. Es ist eben nicht so einfach, wie es sich Frau Pausewang denkt und in ihren Büchern schreibt. Deswegen gibt es auch keinen kollektiven Aufschrei. Trotz der Szenarien, die uns den Untergang prophezeien.

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