Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

Warum wir Konsumenten werden

In dem ca 20 min sehr lebendigen Vortrag von Prof.Gerald Hüther erfahren wir, wie unser Gehirn gerne arbeiten möchte und was geschieht, wenn es das nicht kann. Hinterher sieht man die Schlangen in den Shop-Centern anders und versteht den Sinn hinter all dem Tun, besonders unseres Bildungssystems.
Anders konsumieren. Die nicht kaufbaren Werte fördern. Das werden unsere Aufgaben sein und natürlich Begeisterung entwickeln und hochhalten. Das Schöne ist: Wir können handeln.

Es ist ein von Denkbonus bearbeitetes Thema, das ich hier vorstellen möchte.
Hier sein Artikel: Denkbonus : Wer glücklich ist, kauft nicht.

Neta Chervinsky und die Roma-Ein kurzer Blick auf ein aktuelles Thema

Konzert im HR-Sendesaal

Mit dem Projekt “Voices United” hat die junge Stadtteilbotschafterin am 6. 9. im HR-Sendesaal ein bemerkenswertes Konzert geboten. Mit bewundernswerter Sicherheit suchte sie Stücke heraus, die in einem halbjährigen Projekt von den Chören der Louise-von-Rothschild-Schule und dem Goethegymnasium zu bewältigen waren: Die Zigeunerlieder von Brahms

Auch alle anderen Werke, die von “Nachwuchskünstlern” vorgetragen wurden rankten sich um die Einflüsse der Musik der Roma auf die europäische Kultur. Im übrigen sagt das Wort Nachwuchskünstler nur aus, dass die MusikerInnen eben noch jünger waren und bereit dieses Projekt ehrenamtlich zu unterstützen.

Wir erlebten einen ereignisreichen Abend.

Voices United war nicht nur der Name des Konzertes. Der Chor aus den SchülerInnen nennt sich ebenfalls so. Und das Bild, dass er bot war weltumfassend. Aus allen Kontinenten schienen die MusikerInnen angereist zu sein. Nur, dass man den hessischen Dialekt als gemeinsames Bindemittel heraushören konnte. Also auch noch Frankfurter Lokalcolorit.

Ganz bezaubernd.

Als Thema durchzog die Musik der Roma alle Stücke. Für mich ist es ein kleines Wunder, wie Frau Chervinsky sich damit einem aktuellen in Frankfurt völlig ungeklärtem Thema stellt.

Und ich war an diesem Abend einfach dankbar dafür.

Im Occupy-Camp, daran erinnern sich alle, waren auch BewohnerInnen aus dem Volk der Roma. Nur wollte dort niemand ihre Musik hören. Weg sollten sie. Die Brisanz  des Themas und die erlebte Nähe weckte die Campbewohner auf, an diesem Punkt der Stadtregierung gegenüber nicht nachzulassen und Hilfe zu erreichen. Wie so oft hat die bevorstehende Niederkunft zweier junger Frauen die sonst harten Abschiebemethoden verhindert.

Im Gespräch mit Herrn Petrovich erfuhr ich, dass die Roma noch nie ein anderes Volk kriegerisch überfallen haben. Man kann also sagen, dass sie seit über 500 Jahren von den europäischen Völkern vertrieben und nicht geduldet herumgeschubst werden. Aus Kirchenkreisen erfuhr ich weiter, dass der Deutsche Städtetag eine Absprache getroffen hat, nach der keine Stadt es den Roma(und Sinti) gemütlich machen darf, damit sie sich dort nicht ansiedeln und dann immer mehr werden.

Das heißt, auch jetzt wird in Deutschland genau diese Vertreibung, die wir in brutalerem Maße in Frankreich und Rumänien ablehnen jeden Tag ausgeführt.

Nach meinen Erfahrungen aus den Besuchen im Camp setze ich dagegen:

Wir haben die Verantwortung für unsere Mitmenschen und müssen Ihnen vernünftige Wohnungen gegen kleine Mieten zur Verfügung stellen um sie aus dem Status der verfolgungsfähigen Minderheit heraus zu holen. Und wir zahlen für die nächsten 100 Jahre Wasser, Strom und fahren jede Woche den anfallenden Müll ab auf unsere Kosten. Damit kann eine Ansiedelung und ein Miteinanderleben auf vernünftige Füße gestellt werden. Keine Integration nach unseren Regeln, wie in Bockenheim, wo der Einzug einer Familie in der örtlichen SPD Panik auslöste und sie einen Katalog an Forderungen aufstellte, die die Familie zu erfüllen habe. Nein! Wohnraum zu kleinen Mieten, Wasser, Strom und Sauberkeit zur Verfügung stellen und in Ruhe kommen lassen, was sich entwickelt.

Denn falls es jemand noch nicht weiß, es sind unsere Mitmenschen.

Ein iPad-Selbstversuch als Testleserin


Eine meiner Tageszeitungen, die FNP möchte für sich klären, ob sie in den Markt einsteigen soll, der sich durch die Einfùhrung des iPads entwickelt hat. In Frankfurt werden ca 12 Prozent der Zugriffe auf das Internet von einem iPad gemacht. Entsteht da ein Markt, den die örtliche Presse nicht verschlafen darf?
Die Frankfurter Neue Presse jedenfalls hat sich diesen Test etwas kosten lassen. Wir als TestleserInnen werden betreut und bekommen die nagelneuen iPads der neusten Ausgabe zur Verfügung gestellt bei lediglich sechs Umfragen in drei Monaten. Alles sehr benutzerfreundlich angelegt.
Dabei sind sich die “Zeitungsmacher”gar nicht sicher, wie dieses Experiment ausgehen wird und ob es diese App wirklich einmal geben wird.
Kaum war ich zu Hause mit dem neuen “Spielzeug”, legte ich los. Es ist wirklich intuitiv zu bedienen. Fragen lassen sich durch rumprobieren klären. Wo sind die Umlaute versteckt und wie aktiviert man sie, zum Beispiel. Ein Prozentzeichen habe ich noch nicht entdeckt. Doch wird sich alles finden lassen. Kein langes Lesen von Handbüchern. Loslegen und versuchen-wie diesen Text-was denn alles geht.
Was ich jetzt schon sagen kann ist, das es sich anders liest in der Zeitung.
Ausgewählte Artikel erscheinen in etwas anderer Form auf dem Bildschirm und sind mehr im Fokus, weil allein auf dem Bildschirm. Womöglich verändert es die Sichtweise auf die Zeitung, weil die Artikel herausgehoben werden. Spielerisches Herangehen fällt mir dazu ein. Man wird belohnt durch das Anklicken des Artikels und er öffnet sich einem in neuer Weise. Ich werde beobachten, was das mit mir macht und ob ich das so gut finde.
Gut fand ich natürlich, dass ich aus über 1100 Bewerbern ausgewählt wurde. Überhaupt waren viele nette Menschen in der Testgruppe.
Leider frisst dieses neue Gerät am Anfang viel Zeit. Noch gebe ich sie gerne. Sicher bin ich mir nicht, ob ich ein iPad wirklich in meinen Alltag integrieren möchte. Dazu dient dieser Test aus meiner Sicht.

Ein erster Eindruck von der BürgerAkademie

Nach dem ersten Teambuildingsminar kennen wir uns nun alle und dieses Bild löst ganz andere Emotionen aus, da mich mit jeder/m etwas verbindet. Im Hintergrund laufen die ersten Mails und die Vernetzung ist angelaufen. Herz, was willste mehr.

Das Foto unserer  Gruppe und ein Einführungstext

cc Dominik Buschardt

Eine Ehrung

“Ohne Geld ist Ehre nur eine Krankheit”

das ist von Jean Racine. Ein Mann, dem das Leben in seiner Jugend wirklich übel mitspielte.

Ich für mich kann in meinem Fall nur sagen. Ja, endlich bekomme ich eine Art der Anerkennung. Ich wusste vorher gar nicht, dass es so etwas gibt. Ich bekomme zwar kein Geld, doch eben Ehre, Anerkennung und das über ein Jahr.

Die Leseförderung ist eines meiner Engagements, daneben die Arthrose-Selbsthilfegruppe in Frankfurt. Vorher gab es andere Themen, die mich aktiv werden ließen. Und das ist alles gar nichts besonderes für viele Menschen in meinem Umfeld. Manchmal habe ich den Eindruck alle sind sozial engagiert.

Wer dieses Blog länger verfolgt hat, kennt die Auseinandersetzungen mit Institutionen, wo sich das Ehrenamt mit den Strukturen reibt. Und natürlich den zwingenden Schluss in der Schule mit dem Zurücklassen einer großen Aufbauarbeit. Sabine Dinges hat diese Probleme für das Ehrenamt in Altenheimen untersucht.

Wie so oft im Leben ergeben sich aus dem freiwerdenden Raum neue Möglichkeiten und Weiterentwicklungen. Man fällt mitunter die Treppe rauf. Das ist mir geschehen, wenn auch nach etlichen Stunden der Verarbeitungsqualen. Dafür konnte ich mich wieder öffnen und das Vergangene abschließen. Narben bleiben und halten die Einsicht wach, sich nie wieder auf solche Hierarchie, wie Schule sie darstellt einzulassen.

Na gut, jetzt wurde ich nominiert für die BürgerAkademie der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt. Hier gibt es einen Einblick. Nicht erschrecken, dass ist das Foto beim festlichen Aufnahmeakt. Und da bin ich noch gar nicht drauf, denn unsere Aufnahme ist erst am 6.März 2012. Getroffen haben wir uns schon und ich war bald nicht mehr skeptisch, sondern begeistert. Die anderen TeilnehmerInnen sind mindestens genauso aktiv. Aus allen Sparten der sozialen Organisationen kommen sie  und sind aus fast allen Altersstufen mit den unterschiedlichsten Hautfarben. Ein gemischtes Team. Sportjugend, Feuerwehr, kirchliche Arbeit, Stadtteilhilfe,…Alles, was man sich vorstellen kann.

Und ohne Konkurrenz um Gelder oder sonstige Zuwendungen können wir uns in einem sehr edlen Rahmen miteinander vernetzen. Darauf kommt es in Zukunft wohl an. Wir werden stärker, wenn wir die Möglichkeiten des Ehrenamtes besser nutzen. Und dafür müssen wir uns kennen. Dazu gibt es für Ehrenamtliche gut verwendbare Fortbildungseinheiten. (Rhetorik, Finanzen, Teambuilding,..) Wir können auch ein kleines Projekt durchführen, um sozusagen mit Unterstützung ein kleines Erfolgserlebnis zu erarbeiten mit den neuen Möglichkeiten, die uns Coaches näher bringen. Super bedacht ist die Zeit zwischen den Einheiten, denn da gibt es lange Pausen, um im Gespräch sofort mit der Vernetzung zu beginnen. Das erste Treffen hat schon gezeigt, dass dieses Jahr richtig was voranbringt.

Nun sind wir da nicht nur zum Arbeiten, denn das tun die Meisten sowieso zuviel, nein wir werden auch verwöhnt. Es wird uns ein wunderbarer Rahmen zur Verfügung gestellt, der den Abend, die Tage zu etwas besonderem werden lassen. Spa fehlt noch :-)

Ich freue mich über die Nominierung, auf die man selber keinen Einfluss hat und die vielen tollen Menschen, in deren Leben ich nun Einblicke bekommen werde. Und als Informationsbroker à la Peter Kruse (siehe vorherigen Post) fühle ich mich in meinem Element.

Ja, ich nehme die Auszeichnung an und freue mich über diese Stiftung und deren gute Idee.

Gregor Gysi bei den #openbooks-frankfurt

Ihr werdet es gar nicht lesen wollen-doch ich habe mir einen Wunsch erfüllt und mir im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Gregor Gysi angehört und ihn live erlebt.
Es ging um die Gesprächsreihe, die er seit 2003 einmal im Monat an einem Sonntag mit einem Gast führt.

“FRANKFURTER KUNSTVEREIN / RAUM D
Verlag Neues Leben
Gregor Gysi „Offene Worte: Gysi trifft Zeitgenossen“
Moderation: Jakob Augstein, der Freitag
Gregor Gysi befragte prominente Zeitzeugen des politischen und kulturellen Lebens. In der Gesprächsreihe des Deutschen Theaters überließ er seinen Gästen die Bühne. Nun befragt Jakob Augstein Gregor Gysi.”

Ich kannte diese Reihe nicht und war sehr angetan von dem Konzept, dass die Menschen wirklich zu Wort kommen lässt.

Ich erfuhr einige nette Storys, mit denen ich noch recht viel anfangen kann, denn auch meine Eltern kannten Klaus Gysi noch. Sorry, Gregor Gysi, der wie alle nicht gerne durch den allmächtigen Vater gesehen werden möchte.

Enttäuschend blieb Herr Augstein. Schade, dass er nicht im Publikum saß. Sonst hätte er mithören können, was denn dem Publikum so aufstieß.
Einen Rahmen für die Veranstaltung herzustellen, ist die Aufgabe des Gastgebers. Das vertapste er gründlich und natürlich mit Argumenten unterlegt. Die höfliche Vorstellung- auch das Ansehen des Gastes- gehört einfach zum gesellschaftlichen Ritus. Das möchte ich an dieser Stelle auch von ihm verlangen. Wir tun was richtiges, wenn wir an unseren Gemeinsamkeiten ansetzen. Und das sind Grußformeln. Das Wegfallen jeglicher Höflichkeit mag modern sein, gut ist es nicht.

Sein Teil, gut vorbereitete Fragen bildete den Hauptteil. Dann konnten zwei Menschen was fragen.

Bei der Formulierung meiner Fragen wählte ich eine Form, die meiner Unsicherheit verstanden zu werden entgegen kam. Er hörte mir nicht einmal zu und unterbrach mich gerade an der Stelle, an der ich sowieso fertig war.

Wir übten in unseren politischen Kreisen während der Unizeit Demokratie auch in der Gruppe einzusetzen und auszuhalten. Dazu gehört das Zuhören und aussprechen lassen im gewissen vorher besprochenen Rahmen.
Das schaffte Herr Augstein nicht. Meiner Meinung nach setzt er sich mit mehr Demokratie auseinander im Kopf und den Medien – nicht im Alltag.

Gregor Gysi hörte sehr wohl zu und antwortete gut und absolut nicht arrogant.
Er hatte in einer seiner Antworten einen kurzen Satz gesagt, der ungefähr so war:
<Die tiefsitzende Intellektuellenfeindlichkeit ist der Ersatz für den Antisemitismus.>
Die Dame neben mir war empört.

Sie hatte nur die Kombination der beiden Worte gehört und nichts verstanden, denn auf die Frage, ob er das näher erläutern könne, kamen sehr wohl nachvollziehbare Gedanken und sie atmete auf. Und ich bin zum ersten Mal damit konfrontiert worden, dass auch im heutigen Deutschland die Herkunft entscheidend ist, um Intellektueller zu werden.(Das mit dem Zugang zur Bildung weiß ich ja eigentlich.) Daher lässt sich der Hass der Nichtreichen gut erklären und auch die Art, wie die Bildzeitung mit v Guttenberg und den WissenschaftlerInnen umging.
Aha!! Wieder was gelernt. Da läuft was falsch.

Er erwähnte, dass durch den Druck der Gesellschaft, die Juden in Deutschland früher gezwungen waren so exellente Leistungen zu erbringen, wie wir sie alle kennen. Im heutigen Israel wären die WissenschaftlerInnen ganz normal durchschnittlich. Heute wären es die PalästinenserInnen, die außergewöhnliches leisteten.

Und dann hatte ich meine unverdaute Frage zu dem, was im Bundestag so gesagt wird und wir nie wirklich wissen können, was denn davon jetzt stimmt. Um es kurz zu machen: Die Macht verführt schnell die Politiker und so kann man sich im Prinzip, um dem Richtigen näher zu kommen, an Teile der Opposition wenden oder an kompetente Menschen außerhalb und er riet, sich zu interessieren und das INTERNET zu nutzen.

Ich habe ihn als authentisch empfunden, nicht arrogant und einen besseren Demokraten unter den Politikern als alle bisherigen, die ich kennenlernte.
Er sieht seine Aufgabe darin, diese Sprache der Parlamentarier zu übersetzen, damit auch ich verstehe, worum es geht. Danke!!!

Mal eine Lyrikmail gefällig?

Lyrikmail hat leider sein Ende gefunden. Die Links führen zu den alten Veröffentlichungen. (25.4.2012)

Lyrikmail macht eine Pause. Wann es weitergeht ist nicht genau klar.- 18. 7. 2011

Ich habe mich seit einiger Zeit zu diesem Abo entschlossen, das (nichts kostet und) mir jeden Tag irgendein Gedicht auf den Bildschirm zaubert. Viele sind nicht so dolle. Doch ist das ja konsumentenabhängig, gell. Ich kann Goethe nicht mehr ausstehen, seit ich weiß, wie er mit seinen Frauen und deren Dichtung umging. Auch Thomas Mann käme mir nicht ins Haus. Doch kommt er zum Glück bei Lyrikmail nicht vor.

Doch ab und zu ist etwas interessantes dabei. Das hier zum Beispiel sagt mir was:

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Lyrikmail Nr. 2376  01.03.2011
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update

im märz schließen wir den winter
mit der steckdose kurz

fahren die sonne hoch
melden wärme an

ihr passwort ist “mai”

dann sitzen wir am schirm
vor dem café

laden blicke herunter
die kniekehlchen singen

Andreas Noga (*1968)

* der Autor……………………………………
geboren 1968 in Koblenz, lebt seit 1999 in Alsbach (Westerwald).
Lyrikredakteur der Zeitschrift „Federwelt“. Freier Mitarbeiter der
Lyrikzeitschrift „Faltblatt“. Schreibt Lyrik, Rezensionen, Essays
und Kurzprosa. Rezitation von klassischen und eigenen Gedichten in
szenischen Lesungen. Zahlreiche Veröffentlichungen in Kalendern,
Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien, im Internet und im Radio.
Mitglied im „Bundesverband junger Autorinnen und Autoren (BVjA)“.
Beisitzer im VS-Landesvorstand Rheinland-Pfalz. Fünf Gedichtbände:
„Hinter den Schläfen“, edition bauwagen, Itzehoe 2000, „Nacht Schicht“,
Edition YE, Sistig / Eifel 2004, Bernsteinäugiges Fellchen“,
Rhein-Mosel-Verlag, Zell / Mosel 2007, „Orakelraum“ und „Lücken
im Lärm“, Silver Horse Edition, Marklkofen 2008 + 2010. Im
vergangenen Jahr erhielt Noga den Kunstpreis von Lotto Rheinland-Pfalz.
http://www.poetenladen.de/andreas-noga.htm
http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2006/andreas-noga/

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Warum ich facebook so liebe

Das allgemeine Meckern über facebook kann ich verstehen. Ständig ändert sich etwas am Aussehen, müssen die Sicherheitsbestimmungen neu justiert werden. Nie bin ich sicher, was morgen ist. Und Auswahl hat man nicht. Entweder man sagt ja-oder eben nicht.

Meine Startseite mit der Timeline

Mein facebook- Freundeskreis ist ein kleiner Kreis und wird es auch bleiben, denn ich pflege meine Kontakte und das geht nicht bei zu vielen “Freunden”. Erstaunlicher Weise kommen jüngere Bekannte dazu. Da gibt es offenbar nicht die Scheu auch Ältere zu kennen. Und ich “adde”auch nicht jeden. Da ich ja manchmal auch Politisches babbele, möchte ich das nicht jedem zumuten und mir deren Kommentare auch nicht. Klar ist, dass auch hier die Höflichkeit gewahrt bleiben muss. Sollte da jemand gegen verstoßen, dann fliegt er aus der Liste der Freunde und ist weg.

 

Und jetzt kommen wir zum angenehmen Teil. Was mache ich da? Ich informiere mich, ich staune über beeindruckende Links, ich kommentiere was andere in facebook einstellen, gebe Kinotips oder beantworte Fragen. So komme ich zu Fotos vom anderen Ende der Welt, die ein Freund so schön fand, dass er sie einstellen wollte.

Die Fotoalben mit den Bildern, die ich ausschließlich meinen Freunden zeigen möchte.

Und all das kann ich tun, ohne Zwang. Mails sollte man beantworten, das ist höflich und es war direkt an mich gerichtet. Bei facebook muss ich gar nichts. Ich kann mich in eine  Nachricht per Kommentar einschalten oder auch nicht und niemand ist beleidigt oder böse. Wenn sich jemand beteiligt, dann aus purem eigenen Interesse. So kommen mitunter die unglaublichsten intensiven Austausche zu Stande. Gerade entspinnt sich eine Erinnerung an Berlin vor fünfunddreißig Jahren. Es werden Erinnerungen geschrieben, Fragen von anderen gestellt und Antworten zusammen gesucht. Und das über die ganze Welt hinweg. Denn jeder kann von wo auch immer und wann auch immer sich einbringen. Toll, toll, toll.

Meine Profilseite zeigt nur meinen Kram.

Ach – die kommen mit der Post!

Der Weihnachtsmarkt in Bad Soden im Taunus hat mit einigen Besonderheiten aufzuwarten. Das ist ein putziger und sehr engagierter Markt der Vereine und Einrichtungen in der Gegend. Nicht nur noch kommerzielles Zeug. Die erste beeindruckende Erkenntnis war, dass die Akteure des Krippenspiels mit der Post kamen.

Maria und Josef kommen mit der Post

Deswegen gibt es vier Wochen Vorlauf! Damit es am 24. auch wirklich klappt.

Das nächste Erstaunliche waren diese Riesenseifenblasen. Ein Weihnachtsmarkt möchte die Kinderaugen doch zum Glänzen bringen, oder? Das hier hat es geschafft. Kein superduperblinkendes Irgendwas- nein Seifenwasser. Klasse!!

Es gab auch Schafe und Ziegen zu sehen. Wie gut, denn ein kleiner Dreijähriger verabschiedete sich mit: “Tschüß, ihr Pferdchen”

Da konnte der Papa schnell noch eine Korrektur anbringen.

Dieser Zoo war viel bunter:

Viel zu sehen und zu erleben gibt es von den Bad Sodenern. Und das alles im alten Kurpark im Dunst der Quellen, die gleich für die Erholung der Atemwege sorgen.

Schmuckstücke

Eine Freundin von mir zaubert mit Perlen wunderbaren Schmuck.

Da die Weihnachtszeit wieder droht, ist doch die eine oder andere Anregung recht, gell :)

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