Archiv für die Kategorie ‘Alltagszweifel’

Katholische Kirche und Kinder-das Insiderblog: Eckiger Tisch

Uff, kann man das als Außenstehende/r überhaupt ertragen? Vielleicht noch eher als die Beteiligten.

http://www.eckiger-tisch.de/erinnerungenako/

Die Erinnerungen:

http://www.eckiger-tisch.de/wp-content/uploads/2010/06/AdmajoraRKn.pdf

Der Beitrag im WDR

http://www.wdr.de/wissen//wdr_wissen/programmtipps/radio/13/03/24_0830_3.php5?start=1364110200

Und hier aus YouTube:

Warum wir Konsumenten werden

In dem ca 20 min sehr lebendigen Vortrag von Prof.Gerald Hüther erfahren wir, wie unser Gehirn gerne arbeiten möchte und was geschieht, wenn es das nicht kann. Hinterher sieht man die Schlangen in den Shop-Centern anders und versteht den Sinn hinter all dem Tun, besonders unseres Bildungssystems.
Anders konsumieren. Die nicht kaufbaren Werte fördern. Das werden unsere Aufgaben sein und natürlich Begeisterung entwickeln und hochhalten. Das Schöne ist: Wir können handeln.

Es ist ein von Denkbonus bearbeitetes Thema, das ich hier vorstellen möchte.
Hier sein Artikel: Denkbonus : Wer glücklich ist, kauft nicht.

Eine neue Kooperation für Frankfurt-in sozialer Verantwortung

Bild

Lesen Sie nur erst einmal die Einladenden auf dem kleinen Plakat ganz oben. Es ist in der Art bisher schwer vorstellbar gewesen, dass die großen Kirchen mit Occupy-Money  zu einer Veranstaltung aufrufen. Unterschiedliche Ansätze führen hier nicht zu einer Abgrenzung. Nein, gemeinsames Nachdenken über Lösungen aus verschiedenen Richtungen heraus machen gerade diese Kooperation so wertvoll. Und so lief auch der Abend gestern mit den unterschiedlichsten Fragen zum Thema “Was ist faire Kleidung” nicht zum Aufplustern eigener Positionen, sondern zu einem erstaunten “Ach, so kann man es auch sehen?” Und was mich freut ist, wenn sich alle TeilnehmerInnen beteiligen an der Diskussion oder ihre Fragen formulieren, sich eine wirklich einladende Atmosphäre entwickelt.

Die Fachleute, und dazu bitte jetzt die vier Namen auf dem Plakat nachlesen und deren Hintergrund, gingen in aller Ruhe auf alle Aspekte ein. So konnte ein Bogen von grundsätzlicher Gesellschaftsveränderung bis hin zu den praktischen Fragen gespannt werden.

Um was ging es nun eigentlich?

Diskutiert wurde darüber, was faire Kleidung ausmacht und wie die Produktion von Kleidung heute aussieht.

Dabei interessierte nicht nur der Aspekt der Beschaffenheit der Stoffe. Auch die Arbeitsbedingungen wurden mit einbezogen. Denn können wir noch zu Primark gehen, wenn die Näherin sich von einem ganzen Tag Arbeit nur 1500 Kalorien an Essen kaufen kann?

Wir haben alle von den furchtbaren Produktionsbedingungen gehört. Sie betreffen vor allem die Baumwolle. Sie stellt mit 2/3 aller Textilien in allen Bereichen(privat/gewerblich) den Löwenanteil. Auch die anderen Stoffe werden nicht nach zufrieden stellenden Kriterien hergestellt. Nur der sehr sehr kleine Teil an zertifizierten Betrieben kann nachweisbar saubere Kleidung produzieren und den ArbeiterInnen einen Lohn garantieren, der ein wirkliches Existenzeinkommen darstellt.

Was am Rande erwähnt wurde betrifft die Probleme mit der Wasserversorgung. Konventionell angebaute Baumwolle verbraucht enorme Wassermengen. Die wird es in Zukunft so nicht mehr geben.

Leider konnte dieser Punkt nicht vertieft werden. Die Landwirtschaft ist mit der konventionellen Anbaumethode an ihre Grenzen gelangt. Davon wird durch die medienwirksame Verteufelung der Gentechnik abgelenkt. Wer hat das schon im Blick?

Einen ansteigenden Anteil an sauberer Kleidung und aller anderen Textilien könnte durch veränderte Produktionsbedingungen vor Ort erreicht werden.Wenn uns der Einkauf und der Transport so teuer kommt, dass der Anbau und oder die Verarbeitung wieder bei den Verbrauchern selber angesiedelt wird. Und natürlich kann ein verändertes Konsumverhalten seine Wirkung entfalten.

Ich möchte daher hier an der Stelle Links anbieten, die zum Teil an dem Abend genannt wurden. Sich mit “sauberen Textilien” zu versorgen ist nicht einfach. Zu verwirrend sind die unterschiedlichen Label und Siegel.

Die Beispielseiten zeigen gut worauf geachtet werden kann, sowohl unter sozialem Aspekt wie unter Fairtrade.

http://www.fair-trade-kleidung.com/

http://www.fairtragen.de/hersteller.php

http://www.manomama.de

http://www.kirstenbrodde.de

http://www.sense-organics.com

http://www.better-merchandising.de

Das ist die Firma von Herrn Gottwald, der auch die Arbeitsbedingungen hier in Deutschland für sich klar in mit der Familie vereinbaren Grenzen hält und damit die neue unternehmerische Verantwortung vorlebt. Er bietet übrigens auch Biohotelwäsche an.

Wollnachthemden und Google

Hallo liebe Leut,

es wird kälter und ich werd älter. ;-)

Und da ich mich gerne einmummele, suchte ich nach Wollnachthemden.

Das war hart.

Google wirft nur die Bestplatzierten aus und auch Ixquick und bing waren nicht wirklich hilfreich.

Ich habe bei Amazon.de + .com gesucht  und  dabei gefunden die zwei Artikel von der Firma Engel und  Hess Natur.

Das von Engel habe ich mir dann gekauft und bin im Großen und  Ganzen zufrieden, doch so richtig warm ist es nicht.

Hess Natur hat eine ähnlich dünne Wolle/Seide-Mischung.

Dann ließ ich mich auf einen erneute Suche ein, spielte mit den Suchwörtern rum und fand nach langem Klicken auf der x-ten Seite bei Google den Versand  Wohl Wollen.

Gottfried Graupner stellt da die Waren vor, die er vertreibt.

Da er nach einer an Nachhaltigkeit orientierten Lebensweise lebt, ist der Internetauftritt nur authentisch. Sprich schlicht.

Da ich seine Wollwaren möchte ist mir das recht.

So bittet er:

Bitte nehmen Sie mit mir telefonisch Kontakt auf.

Ggf. nimmt mein Anrufbeantworter Ihre Nachricht entgegen.

Tel. (03 44 66) 71 289

Sogleich probierte ich das Angebot aus und sprach mit dem AB. Eben rief Herr Graupner zurück und wir hatten eine nette Zeit.

Also: Es gibt doch dicke Wollnachthemden, wenn man nur lang genug sucht.

Damit sich andere nicht so schwer tun, verlinke ich seine Seite mit meinem Blog und hoffe für ihn Werbung zu machen.

Wer möchte, darf das gerne auch tun.

Vielleicht hat die ganze Sucherei nun doch einen tieferen Sinn bekommen.

Wenn wir gute Links verlinken, dann muss auch Google irgendwann diese Links wahrnehmen. Es ist schließlich nur eine Maschine.

 

Na geht doch, wenn es auch die personalisierte Suche für mich ist, war nach 4 Minuten der Link zu finden:

Na, da bin ich mal schnell auf die erste Seite gekommen.

 

Bildereindrücke von der Blockupy-Demo am 19. Mai 2012

Sehen kann man die wunderschönen Plakate, einen Eindruck von der Menge der Menschen, wie die Polizei den Zug umrahmte und wie sie am Ende der volksfestartigen Abschlusskundgebung rumstanden und noch ein Mal einen völlig erschöpften Jan, der alles gegeben hat und dem ich hier stellvertretend für alle anderen einen herzlichen Dank ausspreche. Das hast Du gut gemacht. Das habt ihr gut gemacht!!

Alle Fotos cc by Wedernoch

Erschöpfter und genervter Polizist reißt Betrunkenem die Kamera aus der Hand. #Frankfurt #Blockupy

Um diese Kamera in der Hand des Polizisten geht es.

Warum blogge ich darüber?

Vier Tage hat Blockupy gezeigt, dass die Proteste friedlich waren und außer Farbe und Seifenblasen und Gesängen nichts gefährlicheres in der Gegend herumflog. Es waren fantasievolle und bunte Aktionen von durchweg gut gelaunten DemonstrantInnen.

Auch heute zur Demo haben sich alle Mühe gegeben ihre womöglich unterschiedlichen Ideen und Emotionen im Zaum zu halten um zu zeigen: Wir sind friedlich und wir wollen eine Änderung unserer Finanzpolitik. Tausende kamen und verbreiteten Volksfeststimmung. Seit Occupy existiert gab es nur friedliche Aktionen. Doch von Anfang an wurden alle Beteiligten kriminalisiert, als Chaoten dargestellt in der FAZ, der Bild in fast allen Medien. Trotzdem kamen heute viele Menschen, die wie ich den Mut haben sich für die Grundrechte auf demokratischen Protest wie Demonstrationen einzusetzen. Dabei wurde ich in den letzten Tagen, wie schon so oft auf Ostermärschen für den Frieden von der Polizei gefilmt, fotografiert. Ich habe kein Recht meine Sammlung einzusehen und meine Güte, ich bin zu alt. Sollen sie doch Berge über mich sammeln. Der einzige Interessent für meine Daten ist vielleicht die Krankenkasse. Kredite bekomme ich sowieso nicht mehr und Werbung, ach herrje, die blocke ich mit Adblock.

Doch zurück: Der junge Mann, der einige Biere getrunken hatte, war mit seiner Kamera an einen Polizisten zu nah herangegangen und hatte ihn fotografiert. Daraufhin ent”riss” er ihm die Kamera. Damit hat er etwas getan, was nicht mehr ok ist und es wird ein rechtliches Nachspiel haben. Der junge Mann war nicht zu beruhigen und steigerte sich so in die Sache, dass nichts mehr ihn beruhigen konnte. Pech für ihn, denn die Polizisten versuchten ihn unter Druck zu setzen mit Worten, entrissen ihm dann den Rucksack um nach dem Ausweis zu suchen. Den hatte der junge Mann in der Hose und zog ihn dann langsam heraus. Er schimpfte immer wieder dasselbe und hatte seinen Anwalt angerufen. Da er kein Handy hatte, musste er sich eines ausborgen. Das bekam er von einem anderen jungen Mann. Interessanterweise antwortete ein Polizist auf die Frage, ob wir es ihm geben können: “Wenn er doch keines hat”. Soll heißen, helfen wollte er ihm nicht.

Wir sind einfach um die Gruppe herum gegangen und haben es dem aufgeregten Mann gegeben. Er rief dann seinen Anwalt an. Derweil versuchten die anderen Polizisten die Zuschauer abzudrängen. Sie wollten keine weiteren Zeugen. Damit verschlimmerten sie die Situation des armen Teufels nur noch, denn der fühlte sich isoliert, kam gar nicht mehr runter und schimpfte. Er stellte fest, dass der Polizist ohne ihm eine Erklärung zu geben, die Kamera aus der Hand genommen hatte. Und sie ihm auch nur wiedergeben wollte, wenn er die Personalien von ihm aufgenommen hatte. Sie wollten ihn dann sogar noch an einen anderen Ort bringen. Eine Zwangslage wurde künstlich aufgebaut. Na ja, das klären die Gerichte.

Besser ist vielleicht, sich auf einer Demo nicht so zuzusaufen, dass man sich nicht mehr im Griff hat.

Doch zurück zu dem Polizisten.

Ich fragte ihn, warum er es denn getan habe und er war sehr aufgebracht bei seiner Antwort. Was ich denn meine, wie es ihm ginge, wenn er sein Gesicht in Großaufnahme mit Zielscheibe  im Internet wieder fände.

Vier Tage lang hatten diese PolizistInnen im Regen und der Sonne gestanden von einem bunten Haufen Menschen umgeben, die sich über die Repressalien in den unterschiedlichsten Formen äußerten und die in paris-blue Gekleideten ununterbrochen damit konfrontierten, wie sehr ihr Einsatz gegen das Grundgesetz verstieße. Dass wir ein Recht auf friedliche Demonstrationen haben und sie, so wie sie da standen dieses Recht beschränkten. Es ging um die Nöte auf das Klo zu gehen, in Uniform, für die Frauen nicht möglich ohne sich ganz auszuziehen, was bei einem Einsatz eben nicht ginge, genauso wie über politische Themen. Manche kamen damit gut zurecht andere nicht.

Und dann auch noch die angekündigte Demonstration am letzten Tag. Vorher wurde von 2000 gewaltbereiten Chaoten gesprochen. Und eigentlich versuchte man in den Tagen vorher Gründe, Anlässe zu finden auch diese Demo zu verbieten. Doch es gab keinen Anlass. Und nun war bei schönstem Wetter volksfestartige Stimmung und nichts geschah. Die Abschlusskundgebung begann, es wurde getanzt und die PolizistInnen standen nach wie vor herum und wurden im Stillen und ganz offen ausgelacht. Und fotografiert, denn es ist eben ein unglaubliches Bild: Ein feierende Menschenmasse und mittendrin voll ausstaffierte Gruppen von Wache stehenden Einsatzkräften. Da muss man doch ein Bild machen, oder?

An diesem Punkt ging es diesem einen Polizisten zu weit. Er hatte einfach genug und griff wohl spontan zu. Hätte er noch nachdenken können, wäre das wohl nicht geschehen. Doch müde, ausgelacht und erschöpft ging es schief.

Vielleicht mag die Einsatzleitung mal überlegen, was sie ihren Männern und Frauen da zumutet. Und wie sie mit den Ängsten dieser PolizistInnen umgeht, denn dieser Betrunkene ist vielleicht gar niemand, der Fotos ins Netz stellt. Es waren nur die Gedankenverknüpfungen dieses Polizisten, der sich gerade das vorstellte. Pech für den Fotografen. Aber wir, die ständig gegen unseren Willen abgelichtet werden, sollen schweigen dazu?

Direkt verantwortlich ist Herr Boris Rhein und sind die Frankfurter Politiker, die diesen Wahnsinn, der auch noch unendlich teuer ist, verursacht haben.

M12 in Frankfurt #Occupy

M12 in Frankfurt #Occupy

Vorne weg: Meldung++Mittwoch vor 8 Uhr am #Occupy #Camp #Frankfurt+++Dort treffen sich alle die gegen die Verlegung des Camps protestieren.+++Meldung

Der Aktionstag heute zeigte wieder, wie friedlich die unterschiedlichen Menschen ihren Protest ausdrückten. Vor der spanischen Botschaft protestierten Menschen der Indignados + Freunde gegen den Abbau der demokratischen Rechte in Spanien. Sie klebten sich rote Pflaster auf den Mund um zu zeigen, dass die Menschen mundtot gemacht werden sollen, wenn sie sich über die Lage der Menschen und die vermutlichen Ursachen austauschen oder gar demonstrieren.

Oliver sprach dann auf der letzten Veranstaltung vor dem Camp und erinnerte an Willi-Brandts Worte: “Demokratie wagen” Doch ruft er: Wir können nichts wagen, wir können nur noch retten, was zu retten ist. Überall werden die demokratischen Rechte eingeschränkt.

Auf dem Platz vor der Börse wurde der Bulle als goldenes Kalb geschlachtet. Wenn ich an JP-Morgan denke, ist das für mich stimmig. Denn wer zahlt denn die Verzockerei der Banken? Wir 99%.

Und dann die Reden am Camp. Egal was Occupy-Frankfurt auch vor brachte. Die Stadt sagte: Nein. So muss das Camp auf das Rebstockgelände ausweichen und wer glaubt schon an ein Wiedersehen an der EZB? Von Occupy-Camps geht keine Gewalt aus. Nirgends. Und trotzdem soll das Camp  weichen. Denn der Bannstreifen während Blockupy um die EZB umfasst auch dieses Gelände.

Das die Stadt Zerstörung entgegentreten will ist gut, doch was ist mit der Zerstörung der Leben der Menschen, die nicht von ihrem Lohn mehr leben können? Kein Wort darüber, wie notwendig Blockupy für die Menschen ist. Ich gehe davon aus, dass die Fraktionen in der Stadt völlig zerstritten sind innerlich. Es wird ja selbst die Veranstaltung der Ordensbrüder verboten.

Da gewinnen die Durchgreifer, die wissen wo es lang geht. Na dann.

Eben kein Wort zu der Notwendigkeit der Proteste von Seiten der Stadt. Da müssen wir jeden einzelnen Politiker persönlich ansprechen, der für dieses umfassende Verbot war.

Ich denke, dass die Geschichte zeigen wird, wer hier auf der retardierenden Seite steht.

Blockupy vereint auf ungewöhnliche Weise so viele linke und andere Organisationen, wie nie zuvor hier möglich war. Schon das ist ein historischer Moment, an dem wir teilhaben.

Hier die wunderbaren Bilder aus der FR.

Und dann meine 

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Occupy-Frankfurt-Demo heute am 21.4. #frisch gebloggt

*Occupy-Frankfurt* hatte heute zur Demo aufgerufen
Das war mutig angesichts des schlechten Wetters und der anderen Demos in der Stadt.
Man kann sagen: Es ist richtig was los in Frankfurt

Wir waren nicht wirklich viele heute, doch Wolf (siehe Foto) hat die Stimmung vom LKW gut moderiert. Dabei sind die Lautsprecher im Wasser der Planen abgesoffen. Trotzdem machte er gute Laune und diese kleine Demo zu einem Erfolg.
Natürlich nicht er alleine. Jede/r die/der kam war sehr wichtig und die RednerInnen ebenfalls.
Es ist international – bunt, wie die Menschen eben sind- und über die Inhalte könnt ihr auf den Fotos weiterforschen.
An großen Plätzen machten wir einen Stopp und es gab ein paar Worte. Berichtet wurde u.a. von den kleinen Opfern, den Rentnern, die sich zur Zeit in Griechenland und Italien aus Verzweiflung das Leben nehmen um ihren Kindern nicht zur Last zu fallen. Noch können wir uns das so nicht vorstellen. Gerne würde ich allen wieder Hoffnung geben, doch….. Das sie erwähnt werden hier finde ich gut. Unsere Medien bieten uns diese Dinge nicht. Wir hören dieser Tage nur was über die FDP. Als ob es nichts bedeutenderes gäbe.
Mir ist eines noch wichtig und ich weiß nicht, ob ich es wirklich gut ausdrücken kann. Jede/r einzelne war dort aus seiner eigenen Motivation. Und so hat Wolf mal was gesagt, was mir nicht über die Lippen käme. Doch wichtig sollte sein, was uns verbindet. Daraus eine Kernzelle der Weiterentwicklung machen, könnte die Aufgabe für uns sein.
Leider war dieser Gedanke nicht bei allen präsent. Gut, wir sind nicht weiter als wir es sind. Es ist auch so schwierig.

Die Polizei war heute ok. Sehr viele nette junge Frauen und Männer auf Motorrädern begleiteten uns. Es war also kein schwarzer Kampfanzugtrupp um uns paar Leutchen herum. Ich empfand sie als hilfreich bei dem Zug durch den Verkehr.
Ein paar rechte Säufer hielten sich auch etwas zurück, als die Polizei hinter ihnen auftauchte. Deeskalierend.

Ich drücke allen TeilnehmerInnen die Daumen für die weitere Entwicklung und wünsche Ihnen das Durchhaltevermögen sich vom schier unendlichen Widerstand der anders Interessierten nicht abbringen zu lassen.
Ich bleibe dabei, das ist sicher.

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Geht die rote Sonne endlich auf? #Frisch gebloggt

cc Wedernoch

Dieser schöne Eindruck vom Morgenaufgang heute früh, hat mich veranlasst meine Sorge über diesen Einsatz der deutschen Soldaten per Hubschrauber in Somalia auszudrücken. Herr Westerwelle macht sich in meinen Augen mit seinem Antrag am zukünftigen Tod von Somalis mitschuldig. 2 km sollen die Soldaten vom Strand aus ins Landesinnere Jagd auf Menschen machen dürfen. Aus der Luft. Wie das in der Realität aussehen kann, gibt es auf Youtube schon zu sehen. Da ballern US-Soldaten wehrlose Menschen ab und niemand weiß warum.
Aufgabe soll sein, Piraten daran zu hindern Schiffe anzugreifen, die mit unendlichen vielen Waren am armen Afrika vorbeischippern. Man könnte ja auch außen herum fahren um dieser Gefahr auszuweichen. Doch das würde die Kosten der Unternehmen erhöhen. Also sollen wir die Kosten des Militäreinsatzes zahlen und nicht die Firmen. Und natürlich zahlen die Somalis-mit ihrem Leben. Mit dem Hubschrauber fliegen die Soldaten über einen 2 km breiten Streifen in das Land hinein und suchen nach Bösem. Kanister und Lager von möglichem Hilfsgerät. Das heißt doch, dass alle Menschen, die sich in diese Zone begeben und an den Strand wollen, gar da leben in akuter Todesgefahr sind. Mir fehlen die Worte.
Wenn man eine Aufgabe hat, dann versucht man diese zu erfüllen. Zumal als Soldat. Suchen nach Möglichem heißt dann auch: Ich nehme einen Kollateralschaden in Kauf. UND ICH TUE DIES NICHT !!!
Ich will auf keinen Fall diese Möglichkeit dieses Einsatzes. Es ist Krieg für die Somalis. Und wir können sicher sein, dass aus Versehen Zivilisten abgeknallt werden. Doch auch Piraten gehören nicht abgeschossen.
ICH WILL ES NICHT!!!

Lest hier mal die Kommentare, dann seht ihr, was ich meine: Der Spiegel

Der beste Ostermarsch seit langem in Frankfurt

Es ist ja oft so, dass bei schlechtem Wetter sich vielleicht wegen der äußeren Bedingungen eine gute Stimmung einstellt. Ja, es waren schon mal mehr Leute dabei. Es waren aber auch schon weniger. Das jedenfalls trübte die Laune nicht. Und schnell waren alle in einem Gespräch vertieft. Der Regen hörte irgendwann auf. Und schwuppdiwupp waren wir am Römer. Gute Musik empfing uns. Das sind Ostermarschierer/ innen ja nicht gewöhnt und so kamen wir beim Suchen nach Bekannten  bei der Runde über den Römer schnell auf die Frage, wer denn da spielt. Es war die Gruppe BOTS ! Die wollte ich immer schon mal live erleben.

Ja, wie ich eben lese, hat Dieter Dehm (Egal, was man von ihm hält, bitte!)die Gruppe wieder mehr im Auge und ich muss sagen, auch wenn es Veränderungen gegeben hat und die Jungs einiges hinter sich haben, was das Leben so mit einem anstellt: Heute wurden sie wieder richtig gut. Das lag an dem begeisternden Publikum oder besser: Beide, Gruppe und Publikum zogen sich selbst hoch und am Ende war Konzertstimmung auf dem Platz. Yeah!!

Dieser erfreuliche Bericht ist natürlich nicht alles. Es gab vier Reden und ich möchte an die Frau aus Israel erinnern(Shula Keshet), die uns zeigte, wie widersprüchlich dieses Land auch mit seinen Einwohnern umgeht und es kein FEIND ist. Es ist ein Land. Und es ist nicht besser als ein anderes. Die Diskriminierung der Menschen, die aus der arabischen Welt zugewandert sind, gleicht dem, was ich aus vielen anderen Ländern höre und ich bin damit genau so unzufrieden. Für einen Ostermarsch fand ich das eine sehr engagierte Idee. Frieden gerade mit dem, der uns so kriegerisch erscheint. Hier ein kurzfristiger Link zur Hessenschau, in der über Frau Keshet berichtet wird und Herr Schwoerer zu Wort kommt. Allerdings fehlt Jan vom Camp völlig.

Vor Frau Keshet sprach Jan vom Occupy-Camp aus Frankfurt. Und Jan hat es wirklich drauf. Er kann gut Reden halten. Nicht eine Minute hatte man das Gefühl etwas vorgequatscht zu bekommen. Er sprach und war authentisch. Was für ein Segen!!!  ‎Jan selber zum Abschluss, auf die Zukunft der gesellschaftlichen Entwicklung bezogen: “Und eins ist sicher: Dieser Hippie will nicht in einer Höhle leben!” 

Um es kurz zu machen: Alle Reden waren gut zu hören. Die Inhalte waren auch ok, weil keiner versuchte uns über irgendeinen Tisch zu ziehen. Die nächsten Veranstaltungen werden wohl hier in Frankfurt die Tage von Blockupy sein. Hier ist der Link dorthin. Das ist ja eine sehr internationale Seite. Toll. Da wird es am 17. 5. mit einer Besetzung der Frankfurter Plätze losgehen. Am 18.5. wird die EZB blockiert und am 19. 5. gibt es eine Großdemo.

Dieser Einsatz für den Frieden hat sich für alle gelohnt. Danke an die OrganisatorInnen und die Mitwirkenden und die netten Leute die kamen.

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