Das allgemeine Meckern über facebook kann ich verstehen. Ständig ändert sich etwas am Aussehen, müssen die Sicherheitsbestimmungen neu justiert werden. Nie bin ich sicher, was morgen ist. Und Auswahl hat man nicht. Entweder man sagt ja-oder eben nicht.
Mein facebook- Freundeskreis ist ein kleiner Kreis und wird es auch bleiben, denn ich pflege meine Kontakte und das geht nicht bei zu vielen “Freunden”. Erstaunlicher Weise kommen jüngere Bekannte dazu. Da gibt es offenbar nicht die Scheu auch Ältere zu kennen. Und ich “adde”auch nicht jeden. Da ich ja manchmal auch Politisches babbele, möchte ich das nicht jedem zumuten und mir deren Kommentare auch nicht. Klar ist, dass auch hier die Höflichkeit gewahrt bleiben muss. Sollte da jemand gegen verstoßen, dann fliegt er aus der Liste der Freunde und ist weg.
Und jetzt kommen wir zum angenehmen Teil. Was mache ich da? Ich informiere mich, ich staune über beeindruckende Links, ich kommentiere was andere in facebook einstellen, gebe Kinotips oder beantworte Fragen. So komme ich zu Fotos vom anderen Ende der Welt, die ein Freund so schön fand, dass er sie einstellen wollte.
Und all das kann ich tun, ohne Zwang. Mails sollte man beantworten, das ist höflich und es war direkt an mich gerichtet. Bei facebook muss ich gar nichts. Ich kann mich in eine Nachricht per Kommentar einschalten oder auch nicht und niemand ist beleidigt oder böse. Wenn sich jemand beteiligt, dann aus purem eigenen Interesse. So kommen mitunter die unglaublichsten intensiven Austausche zu Stande. Gerade entspinnt sich eine Erinnerung an Berlin vor fünfunddreißig Jahren. Es werden Erinnerungen geschrieben, Fragen von anderen gestellt und Antworten zusammen gesucht. Und das über die ganze Welt hinweg. Denn jeder kann von wo auch immer und wann auch immer sich einbringen. Toll, toll, toll.


